Bereits vor dem Spiel nahmen die Hiobsbotschaften kein Ende. Neben Dominik Boschewski fehlte auch Luca Brünnemann verletzungsbedingt. Pascal Mackenstein war beruflich verhindert und Thimo Dietrich sowie Till Forger waren ebenfalls nicht mit von der Partie. Dann schied im ersten Drittel auch noch Kevin Stein verletzungsbedingt aus, sodass die Eagles über weite Strecken mit nur 9 Feldspielern agieren konnten, einige von ihnen im Vorfeld schon angeschlagen. Sauerland hingegen hat die groß angekündigte Neuausrichtung der Vereinsphilosophie schon wieder ad acta gelegt und trat mit einigen Auslandslegionären an. Das Spiel begann recht ausgeglichen.

Chancen waren auf beiden Seiten zu sehen. In der 6. Spielminute dann die erste Überzahlsituation für die Eagles. Doch im Spielaufbau verlor man die orangefarbene Kugel. Petr Sinagl lief alleine auf Kaarst Goalie Philipp Inger, der das Duell für sich entscheiden konnte. Kurz darauf klingelte es auf der Gegenseite. André Ehlert besorgte auf Zuspiel seines Bruder Christoph die Führung für die Adler. Doch die Sauerländer zeigten sich nicht geschockt und spielten weiter munter mit. In der 12. Minute musste Kaarst schließlich den Ausgleich hinnehmen. Nach einem Bullgewinn bediente Petr Sinagl mit einem Querpass seinen Landsmann David Balasz, der mit einer trockenen Direktabnahme zum 1:1 einnetzte. Wenig später verwerteten die Steel Bulls in Person von Mirko Reinke ebenfalls ihr erstes Powerplay zur 1:2 Führung (15. Spielminute). Alexej Dmitriev hatte aufgelegt. Doch damit nicht genug. Drei Minuten später staubte Sven Johannhardt einen Schuss von Alxej Dmitriev zum 1:3 Pausenstand ab.

Für den zweiten Abschnitt hatten sich die Eagles viel vorgenommen. Man wollte die Räume enger gestalten und den Aufbau kontrollierter spielen. Doch bereits nach 20 Sekunden war dieses Vorhaben dahin. Im Aufbau vertändelte man den Ball und die beiden Sauerländer Krause und Reinke konnten freistehend Goalie Inger zum vierten Mal an diesem Abend überwinden. Glücklicherweise wurde dieser Treffer nur wenige Sekunden später egalisiert, als erneut die Ehlert Zwillinge die Sauerländer Hintermannschaft durcheinander wirbelten und zum 2:4 Anschluss trafen. Kaarst versuchte sich weiter ins Spiel hinein zu arbeiten. Doch die Angriffsbemühungen waren zu ungenau oder sichere Beute von Sauerlands Torwart Tobias Opfermann. Als Jan Otto mit einem satten Schuss aus dem Halbfeld das 2:5 besorgte, waren die Anstrengungen des dezimierten Tabellenführers wieder dahin. Pünktlich zur Halbzeit vollzog Kaarst den obligatorischen Torhüterwechsel. Malte Rütten konnte sich zugleich nicht über mangelnde Arbeit beklagen und direkt mehrfach auszeichnen.

Als die Steel Bulls in der 33. Minute in Überzahl agierten, war er allerdings machtlos. David Balasz bediente Felix Neuendorf, der zum 2:6 erhöhte. Die Eagles gaben sich aber nicht auf. Kurz vor Ende des zweiten Drittels markierte der nach seiner langen Verletzungspause wieder genesene Kapitän Marc André Otten per Nachschuss den 3:6 Pausenstand. Das letzte Drittel begann wie das Vorherige. Ein schnelles Tor der Sauerländer, diesmal in Form von Jan Otto in Überzahl, bremste die Eagles gleich zu Beginn aus.

Als Marcel Kahle nur zwei Minuten später gar das 3:8 besorgte, schien das Spiel entschieden. Doch die Eagles zeigten Moral und drehten jetzt richtig auf. Sauerland schien stehend K.O., und musste zusehen, wie innerhalb von drei Minuten durch Tore von Christoph Ehlert (2) und Roy Lindner das Spiel auf 6:8 verkürzt wurde. Und es waren noch zwölf Minuten zu spielen. Doch in dieser Druckphase verlor man wieder einmal im Aufbau den Ball an die Sauerländer; zu oft an diesem Abend. David Balasz bedankte sich und nagelte den Ball zum 6:9 in den Winkel. Danach verlagerte sich das Spiel wieder in Hälfte der Sauerländer. Mit Mann und Maus verteidigten die Steel Bulls ihre Führung. Kaarst scheiterte in dieser Phase zu oft am Schlussmann der Gäste und konnte lediglich wenige Sekunden vor Spielende durch Michael Geiss ein wenig Ergebniskorrektur betreiben. Das 7:9 war der Schlusspunkt des Abends.

Kaarst verliert zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Heimspiel, entschied aber dennoch den direkten Vergleich gegen die Steel Bulls für sich. Zudem behält man vorerst den Platz an der Sonne, da die Wizards aus Kassel an diesem Wochenende spielfrei hatten. Diese können aber im Falle eines Sieges am nächsten Wochenende an den Eagles vorbeiziehen, die ihrerseits nächste Woche Zeit haben, ihre Wunden zu lecken und die Verletztenliste abzuarbeiten.

Inger, Rütten (ab 30.Minute) – Otten (1 Tor/1Vorlage), Geiß (1/0), Stein (0/0), A.Ehlert (2/2), C.Ehlert (2/2), Renkewitz (0/1), Dohmen (0/0), Hildebrandt (0/0), Lindner (1/0), J.Dietrich (0/1)

pm:CEK

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