Bereits im letzten Jahr gelang den Sauerland Steel Bulls mit der Verpflichtung von KHL-Topscorer Jakub Petruzalek ein wahrer Paukenschlag. Gleichzeitig konnte man regelmäßig auf die Dienste mehrerer tschechischer Inlinehockeynationalspieler zurückgreifen, die in der Vergangenheit mehrfach bei Weltmeisterschaften spielten. In dieser Saison konnte man aus der DEL zusätzlich Michael Wolf, Thomas Greilinger und Christian Hommel gewinnen. Die Bekanntgabe der Zugänge führte zu sehr unterschiedlichen Reaktionen und reichte von Zustimmung und Bewunderung über Kritik und Ablehnung bis hin zu persönlichen Anfeindungen. Gleichwohl ist es dem Verein dadurch gelungen, innerhalb kürzester Zeit zweimal in der Eishockey-News in Form eines vollständigen Artikels erwähnt zu werden. Dies dürfte im Inlineskaterhockey wohl einmalig sein.

Die Diskussion über den Einsatz von gestandenen Eishockeyspielern im Inlineskaterhockey ist genauso alt, wie die Sportart selbst. Mancher Bundesligist müsste – wenn er denn ehrlich zu sich selber ist – seine Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden, da er nach Abzug sämtlicher Eishockeyspieler (rechnen wir nur mal bis zur jeweiligen Oberliga) und der ausländischen Spieler (z. B. aus den Niederlanden, aus Dänemark, aus Tschechien, etc.) keine spielfähige Mannschaft mehr besitzt.

Die Sauerland Steel Bulls werden – mit dem anstehenden Heimspiel gegen Kaarst beginnend – freiwillig auf den Einsatz von externen Spielern verzichten. Gleichzeitig hält man jedoch an dem erklärtem Saisonziel, dem Aufstieg in die 1.Bundesliga, fest. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die aktuelle Mannschaft trotz dieser Neuausrichtung der Vereinsphilosophie stark genug ist, dieses Ziel auch ohne externe Kräfte zu schaffen.

Sofern der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingen sollte, wird man im nächsten Jahr wieder voll angreifen und den dann kurzzeitig gestoppten Durchmarsch von der Landes- bis in die 1.Bundesliga beenden. Hierbei wird man weiterhin ausschließlich auf junge bzw. ortsansässige Spieler setzen, die dabei mithelfen sollen, die Sauerland Steel Bulls in die 1.Bundesliga zu führen und auch dauerhaft zu halten. Vielversprechende Gespräche wurden diesbezüglich bereits geführt.

Ob es nun Lob von den bisher größten Kritikern gibt, wird sich zeigen.

PM:SSB

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