Die erste Mannschaft der Sauerland Steel Bulls gewinnt in einem dramatischen Spiel gegen die Kassel Wizards am Ende völlig verdient mit 13:8 (0:3, 7:2, 6:3) und hält so den Kampf um die Meisterschaft weiter offen.

Kassel kam besser ins Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Sie spielten ihre Chancen konsequent zu Ende, genauso wie die Checks gegen den Gegner. Bereits nach 121 Sekunden konnte Wetzel eine unübersichtliche Situation vor dem Tor der Steel Bulls zum 0:1 ausnutzen und den Ball über die Linie spitzeln. Kassel setzte weiter nach und drängte die Bulls weiter in die Defensive. In der 4. Spielminute erhöhte Heinrich im Nachschuss auf 0:2. Unglücklicherweise kamen die Steel Bulls immer noch nicht ins Spiel und musste zu allem Überfluss in der 5. Spielminute die erste Strafe des Spiels hinnehmen. Die drei Feldspieler verteidigten allerdings sehr gut und Petr Sinagl hätte fast mit einem Sololauf den Anschlusstreffer erzielen können. Die „Bullen“ kamen nun besser ins Spiel, mussten aber bereits in der 9. Spielminute eine erneute Strafe hinnehmen. Diese wurde nach nur 30 Sekunden durch die Wizards genutzt. Nach einer tollen Kombination mehrerer Spieler brauchte Matthias Stieglitz nur noch die Kelle hinhalten. 0:3. Danach Chancen auf beiden Seiten. In der 13. Spielminute erstmals Jubel bei den Steel Bulls. Balasz hatte getroffen. Der Treffer wurde jedoch von den beiden Schiedsrichtern zu Recht nicht anerkannt, da der Sauerländer zuletzt mit den Inlinern am Ball gewesen war. Zwei Minuten vor Drittelende ergab sich die erste Überzahlsituation für die Steel Bulls. Der Ball lief sehr flüssig durch die Reihen der Angreifer, alleine ein Tor wollte nicht fallen. So blieb es beim 0:3 für Kassel.

In der Drittelpause forderte Coach Norbert Krause mehr Konzentration von seinen Spielern. Checks zu Ende fahren und die Gegenspieler aus dem Spiel nehmen. Gleichzeitig wurden die Reihen umgestellt. So gut wie das mit 11 Feldspielern überhaupt geht.

Die Steel Bulls kamen völlig verändert aus der ersten Pause und brannten nun ein wahres Feuerwerk ab. Mirko Reinke erzielte bei gespielten 22:40 das erste Tor für die „Bullen“, als er von der rechten Seite einfach mal drauf hielt. Nur 48 Sekunden später brachte Jan Otto einen Schlenzer im Tor von Kassel unter. Die Bulls drängten nun weiter. Dieser „Drang“ wurde in der 26. Spielminute kurzzeitig unterbrochen .Mirko Reinke hatte – wohl eher versehentlich – den Ball berührt, obwohl er in diesem Moment keinen Helm mehr auf dem Kopf hatte. Die Schiedsrichter gaben ihm dafür die gelbe Karte, gleichbedeutend mit einer 10-Minuten-Strafe. Nur 50 Sekunden nach diesem Vorfall gab Nils Bohle die richtige Antwort und verwertete eine Abpraller zum viel umjubelten 3:3-Ausgleichstreffer. In der 28. Spielminute wurde der Jubel noch größer. Petr Sinagl konnte nach Zuspiel von Sven Johanhhardt zum 4:3-Führungstreffer „einnetzen“. Danach weitere Chancen auf beiden Seiten. In der 32. Spielminute war es wieder Petr Sinagl vorbehalten den nächsten Treffer zu erzielen. Einen tollen Sololauf krönte er mit dem 5:3. Knapp eine Minute später konnte Kassel auf 5:4 verkürzen .Drei Spieler einschließlich dem Torwart Tobi Opfermann lagen im Torraum und der Kasseler Stürmer „fuchtelte“ mit seinem Schläger in alle Richtungen und traf dabei den Ball, der ins Tor trudelte. Genauso gut hätte er auch den Torwart am Kopf treffen können. Das Tor zählte trotzdem. Eine halbe Minute später gab es eine erneute Strafe gegen Kassel. Diese wurde auch sofort durch Sven Johannhardt genutzt, der den Ball aus der rechten Spielfeldhälfte direkt in den Winkel „drosch“. In der 35. Spielminute eine Strafe gegen die Steel Bulls. Mini Krause holte sich zudem wegen Meckerns eine gelbe Karte ab. Kassel wechselte bei dieser Gelegenheit den Torwart. Die Strafe wurde bereits nach 30 Sekunden durch Daniel Preuss zum Anschlusstreffer genutzt. Freuen konnte man sich jedoch nicht lange, da man kurze Zeit später eine erneute Strafe hinnehmen musste. Balasz nutzte diese von der linken Seite und traf zum 7:5. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch bis zur zweiten Drittelpause. Mit 7:2 hatten die Steel Bulls die Kassel Wizards förmlich überrannt.

Das muntere Tore schießen sollte auch im letzten Drittel weiter gehen. Sven Johannhardt traf nach sehenswertem Sololauf in der 43. Spielminute zum 8:5. Als in der 45. Spielminute Kassel eine erneute Strafe hinnehmen musste, ergab sich eine gute Gelegenheit davonzuziehen. Im Aufbauspiel wurde der Ball jedoch vertändelt und Mario Kreuz konnte sein Solo über links zum 8:6 abschließen. In der 49. Spielminute konnte Mirko Reinke über links das 9:6 erzielen. Doch auch dieser Treffer sorgte nicht für die nötige Ruhe. In der 51. Spielminute konnte Heinrich auf 9:7 verkürzen. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Kassel hätte fast das achte Tor erzielt. Danach pfiffen die Schiedsrichter das Spiel ab und verhängten gegen Nils Bohle eine Fünf-Minuten-Strafe wegen angeblichen Stockwurfs. Dieser betonte nach dem Schlusspfiff den Schläger keinesfalls geworfen zu haben. Wie auch immer es ergab sich so eine große Chance für die Kasseler das Spiel wieder zu drehen. Allerdings schien man dabei Marcel Kahle nicht auf der Rechnung zu haben. Dem gelang nach nur 13 Sekunden der Strafe mit einem schönen Sololauf über die linke Angriffsseite nämlich der Treffer zum 10:7. Danach allerdings auch ein Treffer in Überzahl für die Kasseler. Erneut Heinrich wurde frei gespielt. Beflügelt von diesem Treffer erlaubte man sich jedoch einige Nachlässigkeiten und wurde mit einer Strafe „belohnt“ . Im Spiel 3 gegen 3 konnte Pertr Sinagl per Nachschuss auf 11:8 erhöhen. Nur eine Minute später konnte Sven Johannhardt über rechts sogar auf 12:8 erhöhen. Danach wieder eine Strafe gegen Kassel, die somit die fünfminütige Überzahl leichtfertig verspielten. Zu allem Überfluss holte sich Heinrich wegen fortlaufenden Meckerns noch eine gelbe Karte ab (bei 55:55). Jan Otto blieb es in der 58. Spielminute vorbehalten den letzten Treffer dieses Spiels zu erzielen.

Nach dem Spiel konnte sich die Mannschaft zu Recht von den eigenen Anhängern feiern lassen .Tobi Opfermann, der manche gute Chance der Kasseler vereitelt hatte und so den Sieg festhielt, zeigte einige „Tanzeinlagen“ – bestimmt bald auf YouTube zu sehen. Die Mannschaft zeigte eine geschlossen gute Leistung. Herauszuheben sind noch Mirko Reinke und Sven Johannhardt, die jeweils drei Treffer erzielen konnten.

Sauerland Steel Bulls
Opferman, Doual (n. e.) – Reinke (3), Krause, Hellwig, Balasz (1), Reckers, Grünschläger, Johannhardt (3), Sinagl (2), Kahle (1), Otto (2), Bohle (1)

Strafzeiten Sauerland Steel Bulls: 12 Strafminuten + 10 Minuten Krause (26.) + 10 Minuten Reinke (36.) + 5 Minuten Bohle (53.)

Strafzeiten Kassel Wizards: 14 Strafminuten + 10 Minuten Heinrich (56.)

PM:SSB

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