DEL-Profi freut sich auf das erste Spiel und bringt viel Skaterhockey-Erfahrung mit

René Röthke / Straubing Tigers / DEL 12-13 Foto: Harald Schindler

(mb) Vor dem Heimspielstart am Samstag um 17.30 Uhr gegen die Commanders Velbert kann Skaterhockey-Zweitligist IHC Atting noch eine echte Verstärkung präsentieren. Tigers-Stürmer René Röthke wird ab sofort für die Wölfe auf Tore-Jagd gehen. Der 30-Jährige war in den vergangenen beiden Jahren im Sommer bereits Trainingsgast, konnte aber nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Nun hat es kurzfristig mit einem Engagement geklappt, da Röthke von Bundestrainer Pat Cortina nicht für die Eishockey-Weltmeisterschaft nominiert wurde. „Wir sind sehr glücklich und stolz, dass er nun für uns spielen kann“, sagt Trainer Jürgen Amann. „Er ist nicht nur ein Top-Hockeyspieler, sondern auch ein super Typ und passt daher ideal zum Team.“

Röthke selbst freut sich schon auf die ersten Spiele: „Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr viel Wert auf Fitness lege und nicht länger als fünf bis sieben Tage Pause mache und lieber aktiv bin, als auf der faulen Haut liege. Ich spiele auch um mich fit zu halten. Für mich ist das auch eine Art Ausgleich. Aber ich will kein Halligalli machen. Wenn ich spiele, will ich auch gewinnen. Ich kenne die Attinger Jungs schon länger. Es ist eine sehr sympathische Mannschaft. Ich will ihnen helfen und sie weiter motivieren.“

Das hat er schon. Kapitän Fabian Hillmeier ist von seinem neuen Teamkameraden begeistert. „Wenn er anzieht, ist er kaum zu halten. Jetzt haben wir gleich zwei brutal starke Spieler. Da haben es die Gegner schwer“ Zuletzt bildete Röthke und IHC-Scharfschütze Tim Bernhard eine Reihe. „Ich will natürlich versuchen, Tim den einen oder anderen aufzulegen. Er hat einen starken Schuss“, sagt der Neuzugang der mit der Nummer 97 auflaufen wird. Röthke kommt offiziell als Verpflichtung von den Berlin Buffalos. Denn dort hat er seit 2007 in den Sommermonaten stets gespielt und kennt Skaterhockey und auch die Ligen und die Unterschiede zum Eishockey. „Ich weiß, dass die 2. Bundesliga nach der Zusammenlegung der beiden ersten Ligen jetzt sehr stark ist.“ Für verschiedene Berliner Clubs schaffte er seit 2004 in 45 Spielen 61 Tore und 53 Vorlagen. „Beim Skaterhockey läuft man schnell Gefahr, in einen Konter zu laufen“, erklärt er weiter. „Auf dem Eis bremst man und schon geht es in die andere Richtung. Auf Skates muss noch etwas cleverer sein.“

Die Passmodalitäten waren übrigens schnell geklärt. „Berlin hat uns ohne Probleme die Freigabe erteilt und alles an den Verband weitergeleitet. Dort wurde dann auch der Pass fix umgeschrieben. Wir können uns dafür nur bedanken“, sagt Amann. Übrigens: Für die Buffalos in Berlin spielte auch schon der ehemalige Attinger Goalie Michael Beck. Bereits am Samstag soll Röthke erstmals zum Einsatz kommen. Geplant sind die ersten drei Spiele. „Die müssen also auf jeden Fall gewonnen werden“, sagt der Attinger Neuzugang.

René Röthke: „Wenn ich spiele, will ich auch gewinnen“ Foto: Harald Schindler

Attings Neuzugang René Röthke: „Wenn ich spiele, will ich auch gewinnen“
Herr Röthke, Sie wechseln im Sommer die Sportart. Statt Eishockey spielen Sie ab sofort Skaterhockey für den IHC Atting. Freuen Sie sich schon?
Röthke: „Natürlich freue ich mich auf mein erstes Spiel. Skaterhockey ist eine tolle Sportart. Für mich ist das aber nicht nur Spaß, sondern auch eine Art Ausgleich.“

Andere Eishockeyspieler möchten gerne im Sommer ihre Ruhe haben, für Sie geht es gleich weiter. Können Sie ohne Hockey nicht?
Röthke: „Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr viel Wert auf Fitness lege und nicht länger als fünf bis sieben Tage Pause mache und lieber aktiv bin, als auf der faulen Haut liege. Ich spiele auch um mich fit zu halten.“

Sie waren ja schon in den vergangenen Jahren immer Sommertrainingsgast in Atting. Warum konnten Sie da nicht spielen?
Röthke: „Das hatte zeitliche Gründe. Nun hat es aber endlich einmal geklappt. Ich hoffe, dass ich zumindest in den kommenden drei Spielen dabei sein kann.“

Eigentlich hatten Sie ja gehofft, bei der Eishockey-WM dabei zu sein…
Röthke: „Ja, das hat leider nicht geklappt. Ich habe in der Vorbereitung drei Spiele absolviert. Ich bin immer sehr selbstkritisch, denke aber, dass ich eigentlich sehr gut gespielt habe. Ich habe auch ein wichtiges Tor geschossen. Aber der Bundestrainer hatte seinen Kader wohl schon im Kopf und sich für andere entschieden. Bis zur vergangenen Woche war ich noch auf Abruf, aber nun ist der endgültige Kader ja bekannt gegeben. Ich bin schon etwas enttäuscht.“

Dafür geht es jetzt auf Rollen weiter. Was wissen Sie denn übers Skaterhockey und die 2. Liga?
Röthke: „Auf alle Fälle, dass es eine gute Liga ist. Ich weiß, dass aus den beiden Bundesliga im letzten Jahr eine wurde und auch in der 2. Liga starke Teams spielen. Da ich auch in Berlin im Sommer immer gespielt habe – zusammen mit Marcel Müller – kenne ich das Niveau.“

Welche Ziele haben Sie nun?
Röthke: „Wenn ich spiele, will ich gewinnen. Ich will Spaß haben, aber kein Halligalli machen. Ich kenne die Attinger Jungs schon länger. Es ist eine sehr sympathische Mannschaft. Ich will ihnen helfen und sie weiter motivieren.“

Sie sprachen es an: Sie kennen Skaterhockey und Eishockey aus vielen Jahren Spielzeit: Worin liegen die Unterschiede und was macht es für manche Eishockeyspieler trotz hervorragender Ausbildung so schwer?
Röthke: „Als erstes ist da natürlich der Ball. Mit dem muss man anders umgehen als mit dem Puck. Dann muss man auch bei den Laufwegen umdenken. Das Bremsen ist so seine Sache. Auf dem Eis bremst man und schon geht es in die andere Richtung. Beim Skaterhockey läuft man schnell Gefahr, in einen Konter zu laufen. Man muss noch etwas cleverer sein.“

Wie oft wird man sie letztlich am Pulverturm im Attinger Trikot sehen?
Röthke: „Ich plane zumindest die nächsten drei Spiele gegen Velbert, Donaustauf und Schwabmünchen ein. Die müssen also auf jeden Fall gewonnen werden, denn wir wollen ja eine Chance auf die Meisterschaft haben.“

PM: IHC Atting

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