Vor meiner Berichterstattung möchte ich einen Dank an die Rams-Familie aussprechen, die bereits vor unserem letzten Play-Off-Finalspiel im Rahmen des gestrigen vereinsinternen „Kuddel-Muddel-Turniers“ so hilfsbereit waren und unserem Damenkader die komplette Spielfläche mit Zeitnehmertisch etc. aufgebaut haben, so dass sich unsere Spielerinnen voll und ganz auf das letzte Finalspiel vorbereiten konnten. Aber nun zum Spiel selbst: Wie bereits berichtet, konnten die Ramserinnen in ihrem letzten Finalspiel wieder auf die Abwesenden und eine größere Zahl der Verletzten zurückgreifen. Zudem standen dem Team „moralisch“ in der Halle und in der Kabine die Langzeitverletzten Nina Heuser, Karo und Britta Schroeder, sowie Janine Wilbert bei. Aus der Ferne wurde zudem Andrea Lanzl per SMS auf dem Laufenden gehalten. Coach Gunnar Genuttis verließ die offizielle Mannschafts-Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers DEG, um dem Spiel seines Teams an der Bande in Niederheid beizuwohnen. Für die Rams-Damen liefen auf: Im Sturm Captain Nadine Joisten, Jana und Mia Bagusat, Elena Unterlöhner, Liv Schroeder und Jessica Trinks.

In der Verteidigung agierten Maren Krämer / Kira Kanders und Kira Riepe / Susanne Schwedt, im Tor bot der ISCD Rams erneut Caro Walz auf. Die Duisburg Ducks liefen mit 9 Feldspielerinnen und Goalie Alexandra Sell in Niederheid auf, begleitet von einem großen Tross lautstarker Duisburger Fans. Aber auch das Düsseldorfer Lager war durch das zuvor beendete Vereinsturnier sehr zahlreich vertreten, um die eigene Mannschaft in Düsseldorf im dritten und alles entscheidenden Spiel zum Sieg zu begleiten.

Bei Anpfiff der Partie zeigten die Ducks-Spielerinnen jedoch umgehend, dass sie aus der zweiten Partie in Duisburg, bei der sie als knapper Sieger vom Platz gingen, moralisch gestärkt nach Düsseldorf angereist waren. Druckvoll und schnell das Spiel der Gäste, bei Ballbesitz Düsseldorf direkte Manndeckung oder schneller Gegenstoß, um das Aufbauspiel der Ramserinnen früh zu stören. Bereits nach 2:40 gerieten die Ramserinnen nach einem Stockschlag von Kira Riepe in eine 5minütige Unterzahl. Coach Genuttis tobte kurz an der Bande, stellte dann aber seine Spielerinnen auf diese schwierige Situation in der Anfangsphase der Partie ein. Die nicht nur in dieser Saison leistungsstärkste Defensivabteilung der Damenligen hielt dem ständigen Anrennen der Ducks-Spielerinnen während der gesamten Strafzeit stand, doch hatte diese Aufgabe Kraft und wohl auch Nerven gekostet. Die Ramserinnen fanden nicht zu ihrem gewohnten Spielrhythmus, im Gegenteil, das Spiel der Hausherrinnen wirkte ängstlich, mutlos, die Passgenauigkeit ungewohnt schlecht und vor allem das so oft gezeigte variantenreiche Angriffsspiel fehlte völlig. Die Ducks hingegen wie verwandelt, druckvoll, laufstark mit schnellem Pass- und gutem Stellungsspiel. Mehr und mehr dominierten die Gäste aus Duisburg diese letzte Finalpartie, ihre Angriffe schlichtweg gefährlicher und besser vorgetragen, als es die Ramserinnen zu diesem Zeitpunkt taten. So verwunderte es wohl niemanden in der Halle in Niederheid, dass Duisburg in der 9. Spielminute den ersten Treffer der Partie erzielte, wenn auch ein wenig glücklich, den ein regelrechter „Kullerball“ wurde von Goalie Caro Walz von der Seite kommend nicht gesehen und mit den eigenen Skates unglücklich ins Tor befördert.

Das beflügelte die Enten aus Duisburg, lähmte hingegen die Widder aus Düsseldorf. In der Folge konnten die Ramserinnen eine Überzahlsituation nicht nutzen, gerieten aber bei der sich anschließenden Unterzahl auch nicht in Gefahr. Erst als alle Spielerinnen wieder komplett auf dem Feld standen, war es Stefanie May, die Goalie Caro Walz aus Düsseldorf mit einem fulminanten Distanzschuss von der Mittellinie zum 0:2 überwinden konnte. Coach Genuttis appellierte an seine Spielerinnen, endlich druckvoller aufzuspielen, den Torabschluss schneller zu suchen und die Laufarbeit zu intensivieren. Aber irgendwie konnten seine Spielerinnen dies noch nicht umsetzen, die Ducks blieben spielerisch dominanter in der Partie.

Erst in der 15. Spielminute gelang Jana Bagusat ein gelungenes Ablegen des Balles auf die von halblinks heranlaufende Kira Riepe, die aus vollem Lauf mit einem ihrer sehenswerten Schlagschüsse den Anschlusstreffer unter großem Jubel der Mitspielerinnen und des Düsseldorfer Lagers bejubeln konnte. 1:2, läutete dies nun die Wende ein ? Duisburg jedenfalls zeigte sich von dem Düsseldorfer Anschlusstreffer wenig beeindruckt, im Gegenteil, die Ducks drehten zum Ende des ersten Drittels noch einmal mächtig auf. Die Ramserinnen wurden – für sie eher ungewohnt in den letzten beiden Jahren – in die eigene Spielhälfte zurückgedrängt und sahen sich plötzlich in einer eher defensiven Rolle. So verrannen die restlichen Minuten des ersten Drittels, es blieb beim eher enttäuschenden 1:2 aus Düsseldorfer Sicht. In der ersten Drittelpause stellte Coach Genuttis sein Team noch einmal ein, sprach taktische Einzelmaßnahmen noch einmal besonders an und erinnerte seine Spielerinnen an das dominante Auftreten zwei Wochen zuvor im ersten Finalspiel, das die Rams-Damen mehr als deutlich mit 6:1 gewonnen hatten. Doch nach Wiederanpfiff der Partie zeigte sich auch im zweiten Spielabschnitt, dass die Ducks weiterhin die Partie beherrschten und Düsseldorf mehr und mehr reagierte, hier und da einen Konter ansetzen konnte, aber die Spielführung ging eindeutig von den Ducks aus. Eine weitere Überzahlsituation in der 28. Spielminute konnten die Ramserinnen ebenso wenig für sich nutzen, wie zwei weitere Großchancen, die von der auch wieder sehr gut aufspielenden Torfrau Alexandra Sell aus Duisburg vereitelt wurden. So verliefen die Spielminuten des 2. Drittels, Torchancen gab es auf beiden Seiten, aber die zwingenderen Möglichkeiten hatten die Gäste aus Duisburg, die sogar in der 36. Spielminute einen weiteren Treffer für sich verbuchen konnten. Das war ein herber Schlag für unsere Damen, an der Körpersprache jeder einzelnen Spielerin konnte man nach diesem Treffer Resignation, aber auch Unverständnis über die eigene, mannschaftliche Leistung ablesen. Die Ducks hingegen völlig euphorisch, nicht nur ihre Anhängerschaft und deren teilweise recht unflätigen und unpassenden Bemerkungen – vor allem Richtung Düsseldorfs Goalie Caro Walz, nein, auch das Team der Ducks zeigte sich von der Körpersprache in diesem Moment absolut siegessicher, beherrschten sie die Partie doch offenkundig schon fast nach Belieben. War dieser dritte Duisburger Treffer der Todesstoß für die Ramserinnen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2013 ?

Ich denke, zum Abpfiff des 2. Drittels gab es auf Düsseldorfer, wie auch auf Duisburger Seite wohl nur sehr, sehr wenige Fans, die an einen Sieg der Rams-Damen und an eine Wende im Spiel glaubten oder gar darauf gewettet hätten. Doch Coach Gunnar Genuttis steckte noch nicht auf, im der Drittelpause sprach er mit all seinen Spielerinnen noch einmal und erinnerte das Team auch daran, das wir in der Vergangenheit bereits einmal einen 1:3 Rückstand – gerade gegen Duisburg – in einen Sieg umgewandelt hatten. Und dann waren da noch die Langzeitverletzten, allen voran Karo und Britta Schroeder, die in der Drittelpause eine kurze, aber wohl prägnante und zielführende „Brandrede“ gehalten haben.

Jedenfalls sahen die Zuschauer in der immer noch sehr gut gefüllten Halle in Niederheid plötzlich eine ganz anders auftretende Düsseldorfer Mannschaft. Laufstark, mit Biss und Willen, um jeden Ball zu kämpfen, so kamen die Spielerinnen aus der Kabine zurück. Das Spiel der Ramserinnen pltzlich wieder schnell, passgenau und vor allem endlich im Angriff variantenreich. Schnelle Ballwechsel, schnell Wechsel der Reihen und Blöcke – und plötzlich wurde das Spiel der Gastgeberinnen wieder gefährlich. Mehr Ballbesitz, mehr Raumgewinn und die Ducks sahen sich nun in die defensive Rolle zurückgedrängt. Doch sie hielten in den ersten Minuten des letzten Drittels den fortwährenden Düsseldorfer Angriffen stand. Coach Genuttis schickte seine Spielerinnen in immer schnelleren Wechsel auf das Feld, die konditionell gute Verfassung der Düsseldorfer Spielerinnen musste und sollte sich auszahlen. In Spielminute 45:22 war es dann Kira Kanders, die auf halblinks Jana Bagusat bediente und Jana erzielte ansatzlos den Anschlusstreffer zum 2:3. der Jubel auf Düsseldorfer Seite groß und Coach Genuttis trieb seine Spielerinnen weiter an, jetzt nachsetzen, druckvoll weiterspielen, hohes Lauftempo und schnelle, sicher Ballstafetten, das wollte er sehen. Und seine Spielerinnen setzten es um, trieben den roten Spielball immer wieder gefährlich vor das Duisburger Tor. Das Team der Ducks wurde eingeschnürt und zog immer dichter vor das eigene Gehäuse, drangvolle Enge am und im Slot herrschte vor, Düsseldorf spielte mit vollem Risiko, als in Spielminute 48:58 alle Feldspielerinnen beider Teams in einem Umkreis von nur 5 Metern um das Ducks-Tor versammelt waren. Sicheres Kurzpassspiel auf hohem Niveau und am Ende war es Kira Riepe, die auf den letzten Pass von Jana Bagusat den Spielball in das Duisburger Tor trieb und quetschte.

Der Ausgleich war geschafft, der Jubel auf Düsseldorfer Seite riesengroß. Alle sprangen im Lager der Rams auf, wer hätte das 9 Minuten zuvor geglaubt ? Kampf, Disziplin und Willen hatten die Ramserinnen wieder ins Spiel gebracht. Die Ducks hingegen demoralisiert, damit hatten sie wohl eher nicht gerechnet, sahen sie doch schon wie die sicheren Sieger aus. Die Ramserinnen hingegen durch diesen Ausgleich euphorisiert, plötzlich lief das Spiel der Düsseldorferinnen wie geschmiert. Die Partie hatte sich gedreht, nun beherrschten die Hausherrinen das Spielgeschehen, gaben das Tempo der Partie an, erhöhten es nach Bedarf, zogen es aber auch genauso geschickt zurück, sobald Duisburg die ersten Gegenangriffe fahren wollte. Folgerichtig verlagerte sich auch das Spielgeschehen in die Hälfte der Duisburgerinnen, die bis zum Abpfiff des 3.Drittels nicht mehr zu ihrem zuvor gezeigten Rhythmus fanden. Nach einer nur kurzen Verschnaufpause ging es direkt in die 2 x 10minütige Overtime. Der psychologische Vorteil müsste nun eindeutig bei den Düsseldorfer liegen. Doch wer leitet nun die Wende ein, wer setzt ein erstes, so wichtiges Zeichen in der Overtime ? Eigentlich gab es hierfür keine bessere Spielerin als „Vorwochen-Pechvogel“ Jana Bagusat – sagte sich Betreuer Thorsten Schwedt – sprach sie kurz an der Bande an und prophezeite ihr den Treffer zum 4:3 in den nächsten 3 Minuten. Die Ramserinnen drehten in der Overtime noch einmal mächtig auf, spielten jetzt endlich mit direktem und kompromisslosem Zug auf des Gegners Tor, man spürte, sie wollen hier und heute wieder Deutscher Meister werden. Und tatsächlich, in Spielminute 61:58 war es Kira Kanders, die mit einem Schlagschuss Goalie Alexandra Sell zu einer Glanzparade zwang, Sell konnte den wuchtigen Schuss jedoch nicht fangen und auf den Abpraller hatte Jana Bagusat nur gewartet und blitzschnell das 4:3 erzielt. Der Jubel war groß, auch und besonders bei Jana, die nun völlig euphorisch zur Bank zurückkehrte und ihre Mitspielerinnen erneut antrieb. Jetzt galt es, nachzusetzen, die Ducks waren angezählt und Jana wurde auf der Bank dann auch gleich der nächste Treffer prophezeit.

Coach Genuttis forderte absolute Wachsamkeit, die beste Defensive der Damenligen der letzten drei Jahre musste nämlich gleich mehrfach unter Beweis stellen, dass sie das Stellungs- und Laufspiel in fast absoluter Perfektion beherrschen. Die Ducks versuchte sich gegen die drohende Niederlage aufzubäumen, drehten körperlich auf, spielten mit der ihnen eigenen körperlichen Härte auf, um vielleicht den direkten Ausgleichstreffer zu erzielen. Aber die Düsseldorfer Defensive stand sicher, lief die Angriffe rasch ab und leitete umgehend die nächsten, so wichtigen Düsseldorfer Angriffe ein, denn nur fünf Minuten später, in Spielminute 67:50 war es wieder – wie vorhergesagt – Jana Bagusat, diesmal auf Zuspiel von Kira Riepe, die zum entlastenden 5:3 einschießen konnte. Zuvor hatte das gesamte Team wieder einmal eine sehenswerte Ballstafette gezeigt und dabei die Duisburger Mannschaft vollends überlaufen! Aber auch Goalie Caro Walz, besonders im zweiten, aber auch im dritten Drittel immer wieder von Duisburger Fanseite attackiert, zeigte starke Nerven und eine ausgezeichnete Leistung, gerade und besonders in der so wichtigen Overtime, als sie gleich mehrere gute Entlastungsangriffe und Gegenstöße einzelner Ducks-Stürmerinnen fangen und vereiteln konnte; auch sie hatte in dieser Phase maßgeblichen Anteil an der Ergebnislage. Coach Genuttis reichte dies nicht, er forderte seine Spielerinnen direkt auf: weiter weiter, nur nach vorn, den Druck nicht nachlassen, schnelle Wechsel, schnelles Passspiel. Jeder im Düsseldorfer Team glaubte nun an den Sieg, alle Spielerinnen trieben sich gegenseitig an, das Zusammenspiel der Reihen und Blöcke lief tadellos. Und nur wenige Sekunden später – in Spielminute 68:13 – war es Captain Nadine Joisten, die auf Zuspiel von Kira Riepe aus der Drehung heraus den Spielball im oberen linken Toreck unhaltbar für Goalie Alexandra Sell zum 6:3 versenken konnte.

Die Ramserinnen lenkten nun die Partie, standen souverän und zeigten sich laufstark, auch ihre Körpersprache nun eine völlig andere als in den ersten beiden Dritteln der Partie. So gelang denn auch Jana Bagusat auf Zuspiel ihrer Schwester Mia Bagusat in Spielminute 73:53 nach einem gewohnt sicheren Doppelpasszuspiel der Treffer zum 7:3. Doch auch die Ducks – obwohl angeschlagen – zeigten immer wieder ihre Klasse, waren aber längst nicht mehr so druckvoll und laufstark, wie zu Beginn der Partie. Die körperliche Strapaze dieser intensiven Partie, die man wohl zurecht als einen echten Finalkrimi bezeichnen kann, zeigte sich deutlich in den Gesichtern und der Kondition der Ducks-Spielerinnen. Sie waren körperlich ausgezehrt, konnten nicht mehr zulegen, teilweise sicher auch demoralisiert, hatten sie sich doch 40 Minuten zuvor schon auf der Siegerstraße gesehen. Dennoch erzielten sie in Spielminute 78:35 noch den Treffer zum Endstand von 7:4. Nach 80 Minuten Spielzeit war das 3.Play-Off-Finalspiel beendet, am Ende verdiente Sieger und Deutscher Meister 2013 im Damen-Inlineskaterhockey waren erneut die Damen des ISC Düsseldorf Rams.

Unter großem Jubel und großer Anteilnahme aus der Rams-Familie nahmen Spieler und Stab der Damenmannschaft von Staffelleiter Fabian Stumpf die Medaillen entgegen. Zum Schluss nahm die Langzeitverletzte Britta Schroeder der Meisterpokal 2013 in Empfang. Präsident Helmut Wilmshöfer und Ehefrau Irmgard, beide intensive Fans unserer Damenmannschaft, haben wohl vorher fest an den Sieg unserer Damen geglaubt und überreichten eine Riesenflasche Mumm-Sekt, die zur Freude des gesamten Teams gleich aus dem Pokal heraus getrunken wurde. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank für das willkommene Geschenk an unsere treuen Edelfans Irmgard und Helmut Wilmshöfer ! Unser Dank gilt aber auch den vielen Fans aus der Rams-Familie, die für diesen Finalfight eine grandiose Kulisse aufgeboten haben. Dank für eure unermüdliche Unterstützung und die fortwährenden Anfeuerungen – auch und gerade in der Phase, als wir noch nicht in die Partie gefunden hatten. Am Ende muss man sagen, hat das Damenteam zwar die Liga auch im Meisterschaftsverlauf 2013 dominiert und nur beim Aufsteiger Dragons Heilbronn (!) im Penalty-Schießen Federn gelassen, im Play-Off-Halbfinale ebenfalls deutlich gewonnen, doch die Finalspiele gegen Duisburg hatten es in diesem Jahr in sich.

Schon lange gab es keine dritte Finalpartie mehr im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bei den Damen. 2013 hatten die Ramserinnen zuhause noch deutlich 6:1 in der ersten Partie gewonnen und alles sah wieder nach einer erfolgreichen Titelverteidigung in zwei Spielen aus. Da war dann – diese Kritik müssen wir uns eingestehen – wohl zum ersten Mal ein bisschen Arroganz im Team aufgekommen, dass man sich zu sicher war und im zweiten Spiel nach Duisburg – auch verletzungsbedingt – mit einem Minikader anreiste und dann nicht mit Nachdruck alle Spielerinnen zum Auflaufen einforderte, dort in Duisburg mit 3:4 knapp verlor. Das hat Duisburg gestärkt, die mit breiter Brust am gestrigen Tag nach Düsseldorf angereist sind und den Düsseldorfern zu Beginn der Partie regelrecht den Schneid abgekauft haben. Aber unsere Mannschaft hat Moral bewiesen, hat gezeigt, dass man über den Kampf mit Disziplin und starkem Willen, gepaart mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit auch in ein verloren geglaubte Partie zurückkehren kann und eine solche Partie am Ende auch drehen kann. Wie unsere Mannschaft das getan hat und wie sie diese Partie gedreht und dann auch dominant und spielbestimmend zu Ende geführt hat, war nicht nur eindrucksvoll, sonder hat am Ende zu der verdienten, 7. Deutschen Meisterschaft geführt. Aber nicht nur die 7. Deutsche Meisterschaft wurde gestern gewonnen, aufgrund des Pokalsiegs 2013 haben die Damen auch 2013 zum nunmehr vierten Mal das begehrte DOUBLE gewonnen. Dabei das Double aus 2012 verteidigt und direkt wiederholt, auch erstmalig für unser Team. Daneben haben die Damen in 2013 auch den Summer Cup zum fünften Mal in Folge gewonnen, so dass wir am Ende des Jahres eine sehr erfolgreiche Saison für unseren Verein und unser Team gespielt haben, eigentlich für uns ein persönliches „Triple mit einem Finale dahoam“. Unseren Gegnern danken wir für eine spannende Partie, die unserem gemeinsamen Sport sehr gut getan hat und aufgezeigt hat, dass auch im Damen-Inlineskaterhockey nicht nur spannende, sondern auch hochkarätige Partien gespielt werden.

Beim Aufräumen in der Halle haben wir dann ein von den Duisburger Fans vorbereitetes Spruchband in der Halle zurückgelassen vorgefunden (Ducks… so sehen Sieger aus). Diese „Steilvorlage“ und das Foto bei Facebook mussten wir, wenige Minuten nach der aufreibenden Partie, verwenden – bitte nicht böse sein.

In diesem Sinne geht für uns eine spannende und tolle Saison 2013 zu Ende, neben den 1.Schülern, die den Aufstieg in die erste Schülerliga geschafft haben, hat unsere Damenmannschaft voller Stolz alle Titel aus dem Jubiläumsjahr 2012 auch in 2013 für unseren Verein wiederholen können. Mit der Unterstützung unseres gesamten Vereins. Dafür bedanken wir uns hier noch einmal ganz herzlich und freuen uns auf die Saison 2014. Im Anschluss wurde in der Düsseldorfer Altstadt das DOUBLE gebührend gefeiert, wie lange, kann noch nicht genau gesagt werden, die Betreuer gingen um 03:30 Uhr; ich hatte aber nicht das Gefühl, dass die Feier bereits ihren Höhepunkt überschritten hatte………

Tore / Assists:
15:33 Kira Riepe / Jana Bagusat
45:22 Jana Bagusat / Kira Kanders
48:58 Kira Riepe / Jana Bagusat
61:58 Jana Bagusat / Kira Kanders
67:50 Jana Bagusat / Kira Riepe
68:13 Nadine Joisten / Kira Riepe
73:53 Jana Bagusat / Mia Bagusat

Thorsten Schwedt

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