Mit einem nicht nur deutlichen, sondern auch ungefährdeten 2:12 Auswärtssieg in Berlin kann der kleine, aber feine Auswärtskader am heutigen Abend verdient in die Berliner Nachtszene abtauchen und ausgelassen feiern, bevor es am morgigen Tag wieder in Ruhe zurück an den Rhein geht. Zum Spielverlauf wurden folgende Informationen aus der Ferne übermittelt: Captain Nadine Joisten konnte an diesem Tag nur auf 7 Feldspielerinnen zurückgreifen, so dass von vornherein klar war, dass wieder einmal im ständigen Wechsel die Reihen und Blöcke auf das Spielfeld geschickt werden. Eine Vorgehensweise, die allen Spielerinnen aus den zurückliegenden zwei Jahren gut bekannt ist; zudem ein Umstand, mit denen alle routiniert umgehen und aufgrund der eingespielten Automatismen auch unproblematisch abläuft. Neben Captain Nadine Joisten liefen auf: Janine Wilbert, Elena Unterlöhner, Maren Krämer, Kira Kanders, Kira Riepe und als Assist Susanne Schwedt.

Die übrigen Stürmerinnen Jana und Mia Bagusat, sowie Jessica Trinks, Vena-Marie Kanters und Andrea Lanzl, aber auch Verteidigerin Svenja Dieregsweiler fehlten bei der heutigen Partie in Berlin. Trotz des kleinen Kaders forderte Captain Nadine Joisten vom kleinen Team hohe Laufbereitschaft, sowohl im Sturm, wie auch in der Defensivarbeit. Zudem sollte durch schnelle Wechsel das Spieltempo von Anbeginn der Partie auf einem hohen Niveau gehalten werden. Das schnelle Spiel sollte auch am heutigen Spieltag wieder mit präzisen Pässen angereichert werden, um nicht nur schnell in des Gegners Hälfte zu kommen, sondern die Defensive der Spreewölfe auch in ständiger Bewegung zu halten. Captain Nadine Joisten setzte die aufgestellten Forderungen auch gleich nach Anpfiff der Partie selbst um, denn bereits der erste Düsseldorfer Angriff führte nach nur 56 Sekunden eben durch Captain Nadine Joisten auf Zuspiel von Kira Kanders zum 0:1.

Druckvoll und schnell setzten die Ramserinnen nach, so erzielte Janine Wilbert in Spielminute 2:42 im Alleingang den Treffer zum 0:2. Nach dieser schnellen Düsseldorfer Führung fanden die Spreewölfe erstmal zu einem geordneten Spielaufbau, doch die Ramserinnen dominierten die Partie weiterhin sicher und beherrscht. In Spielminute 12:04 war es dann Kira Kanders, die auf Zuspiel von Nadine Joisten zum 0:3 einnetzte, nur eine Minute später (13:04) erhöhte Maren Krämer auf 0:4. Düsseldorf war weiter die spielbestimmende Mannschaft, die wenigen Gegen- und Entlastungsangriffe der Hausherrinen wurden durch gute und sichere Laufarbeit in der Defensive abgefangen und gleich wieder der nächste Düsseldorfer Angriff eingeleitet. In Spielminute 18:21 war es dann erneut Nadine Joisten, die auf Zuspiel von Susanne Schwedt zum Drittelendstand von 0:5 einschießen konnte. In der Drittelpause zeigte sich Spielertrainerin Nadine Joisten mit der Teamleistung zufrieden, mahnte jedoch, jetzt nicht nachzulassen und sich sicher zu fühlen, der gefundene, gute Spielrhythmus soll beibehalten werden. Mit schnellem Zuspiel und kurzen Wechseln sollte das Düsseldorfer Spiel weiter druckvoll nach vorn getrieben werden. Nach Wiederanpfiff der Partie machten die Spielerinnen aus der NRW-Landeshauptstadt auch genau so weiter, wie sie im ersten Spielabschnitt aufgehört hatten: schnell, laufstark, gutes und sicheres Zuspiel und ein druckvoller Torabschluss, dabei stets wachsam in der Defensive.

Und bereits in Spielminute 22:49 belohnten sich die Spielerinnen für diese konzentrierte Gesamtleistung: Kira Riepe erzielte auf Zuspiel von Nadine Joisten den Treffer zum 0:6. Es folgte in Spielminute 24:03 Kira Kanders, wieder auf Zuspiel von Nadine Joisten und in Spielminute 28:47 war es Janine Wilbert, die auf Zuspiel von Elena Unterlöhner zum 0:8 einschieben konnte.nach dieser wieder sehr starken Düsseldorfer Spielphase schalteten die Spielerinnen für einige Minuten einen Gang zurück, um nicht Gefahr zu laufen, die Kräfte vorschnell zu verausgaben. Erst in Spielminute 36:15 markierte Kira Kanders dann den Treffer zum 0:9.Kurz darauf zeigten die Ramserinnen die erste Unachtsamkeit, die die Spreewölfe in Spielminute 37:22 zum 1:9 ausnutzen konnten. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Drittelpause.

Auch hier zeigte sich Spielertrainerin Nadine Joisten zufrieden, hatten die Ramserinnen doch trotz des kleinen Kaders bislang die Partie souverän gespielt und jederzeit beherrscht, das Tempo angezogen, herausgenommen, wieder angezogen und mit konsequentem, diszipliniertem Stellungsspiel und sicherem Passspiel eine tadellose Leistung aufgeboten. Konzentriert gingen die Spielerinnen daher auch in den letzten Spielabschnitt, den sie gleich wieder mit Ballbesitz und direktem Zug auf das Berliner Tor in Spielminute 42:56 mit dem nächsten Torerfolg krönten; wieder Nadine Joisten auf Zuspiel von Kira Kanders, 1:10 ! In der 47. Spielminute zeigten sich aber auch die Düsseldorferinnen einmal kurz unorganisiert und so gelang Berlin der Treffer zum 2:10. Direkt nach diesem Treffer zogen die Ramserinnen das Tempo wieder an und in Spielminute 48:02 war es wieder Nadine Joisten auf Zuspiel von Kira Kanders zum nunmehr 2:11. Nun ließen es sowohl die Berlinerinnen, als auch die Düsseldorferinnen etwas ruhiger angehen, die Gäste aus NRW beherrschten die Partie weiterhin kontrolliert, den Hausherrinnen blieben wenig Möglichkeiten zur Gegenwehr, die Defensive der Rams stand absolut sicher, stabil, zeigte sich wie die Sturmabteilung laufstark und jederzeit präsent. Den Schlusspunkt unter die Auswärtspartie setzte Kira Riepe in der 58. Spielminute, als sie zum 2:12 Endstand einnetzte.

Die Ramserinnen haben gezeigt, dass sie auch mit den kleinen Kadern – auswärts wie daheim – immer eine starke Leistung erbringen können; unter Druck und mit kleinem Kader zeigt sich immer wieder die ganze Routine, die das Team über die letzten Jahre hinweg kontinuierlich aufgebaut und erarbeitet hat. Die Heimniederlage gegen die Crash Eagles Kaarst hat keine Wunden hinterlassen, im Gegenteil, die Mannschaft hat gut trainiert, die Fehler analysiert und mit dem Spiel am heutigen Abend in Berlin eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auch mental weiterhin in Topform präsent ist.

Zudem haben sich alle Spielerinnen in die Scorerliste eintragen können, was das ausgezeichnete Zusammenspiel aller Reihen und Blöcke nochmals eindeutig unter Beweis stellt. Der zweite Tabellenplatz hinter den noch ungeschlagenen Mendener Mambas ist damit weiterhin gefestigt.

Torschützen / Assists:
00:56 Nadine Joisten / Kira Kanders
02:42 Janine Wilbert / —
12:04 Kira Kanders / Nadine Joisten
13:04 Maren Krämer / —
18:21 Nadine Joisten / Susanne Schwedt
22:49 Kira Riepe / Nadine Joisten
24:03 Kira Kanders / Nadine Joisten
28:47 Janine Wilbert / Elena Unterlöhner
36:15 Kira Kanders / —
42:56 Nadine Joisten / Kira Kanders
48:02 Nadine Joisten / Kira Kanders
58:00 Kira Riepe / —

Thorsten Schwedt

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