Wie bereits in der Vorberichterstattung angekündigt, ging es für die Damenmannschaft nach dem vorgezogenen Saisonauftakt gegen Langenfeld mit einem Auswärtsspiel in Assenheim/Hessen bei den Patriots am gestrigen Sonntag, 30.03.2014, 16:00 Uhr weiter. Für die Assenheimerinnen war diese Begegnung der Saisonauftakt 2014, trotzdem konnte das Team nur mit zwei Goalies und lediglich 7 Feldspielerinnen in der großen und weitläufigen, mit einem Plastiknoppenboden belegten Halle auflaufen. Dem Team des Double-Gewinners 2013 standen an diesem Nachmittag neben Goalie Jastine Borgmann in der Offensive Spielertrainerin Nadine Joisten, Jana Bagusat, Jessica Trinks und Elena Unterlöhner, in der Defensive Maren Krämer/Kira Kanders, Kira Riepe/Susanne Schwedt zur Verfügung. Die Halle in Assenheim ist weitläufig und groß, zudem mit dem von uns eher ungeliebten Noppenboden belegt, der den Spielball während seines Laufweges fortwährend springen lässt; für das Spiel der Düsseldorferinnen, die gern schnell, flach und punktgenau in den Slot passen, eher unvorteilhaft.

Spielertrainerin Nadine Joisten gab die Marschrichtung für das Spiel vor; da Assenheim nur mit 7 Feldspielerinnen antreten kann, wurde das Spiel der Düsseldorferinnen im ersten Spielabschnitt in die Breite und Länge der großen Spielfelds ausgedehnt, um die Hausherrinnen zu ermüden. Assenheim aber zeigte von Anbeginn der Partie Biss und trumpfte mit ersten, guten Angriffskombinationen auf. In Spielminute 04:54 jubelten Jessica Trinks und Jana Bagusat, sowie die übrigen Düsseldorfer ein wenig zu früh. Das „erzielte“ Tor wurde nicht gegeben. So gelang den Patriotinnen in eigener Halle an diesem Spieltag der erste Treffer des Spiels in Spielminute 07:47. In der kompletten Düsseldorfer Vorwärtsbewegung wurde der Ball am Mittelkreis verspielt und Assenheims Michelle Grunewald lief allein auf Goalie Borgmann zu und konnte – knapp an Jastines Oberkörper vorbei – zum 1:0 einnetzen, der Jubel in der Assenheimer Halle entsprechend groß.

Hiernach bauten die Düsseldorferinnen deutlich mehr Druck auf, ließen den Ball nicht nur über die Fläche laufen, sondern zogen auch deutlich häufiger in die Mitte und vor des Gegners Tor. In Spielminute 09:33 war es dann Maren Krämer, die auf Zuspiel von Defensivpartnerin Kira Kanders zum 1:1 Ausgleichstreffer einschieben konnte. Im Fortgang des 1.Drittels zeigte sich deutlich, dass die Assenheimerinnen konditionell mehr und mehr abbauten und vom Gästeteam aus der NRW-Landeshauptstadt immer weiter in deren eigener Spielhälfte eingeschnürt wurden. 18 Torschüsse der Düsseldorferinnen – bei nur 4 Torschüssen der Hausherrinnen – belegen eindeutig die fortschreitende Einseitigkeit der Partie in Richtung Patriots-Tor. Doch die Defensive und Goalie Anna Boss aus Assenheim hielten den Torschüssen der Ramserinnen stand, mit einem 1:1 ging es in die erste Drittelpause.

Aufgrund der personellen Umstellungen im Jahr 2014 (wie berichtet treten die Stürmerinnen Mia Bagusat und Andrea Lanzl studienbedingt kürzer, Stürmerin Britta Schroeder fällt wegen der schwerwiegenden Knieverletzung die ganze Saison über aus und Stürmerin Liv Schroeder hat den Inline-Skaterhockeysport aufgegeben) müssen sich die Offensivpaarungen im Spielalltag noch einspielen und finden. Außerdem kompensiert auch eine Mannschaft wie Düsseldorf nicht „mal so eben den Ausfall von vier Stürmerinnen“. Da hier noch nicht alles optimal lief, nutzte Spielertrainerin Nadine Joisten die Gelegenheit, in den folgenden beiden Spielabschnitten in der Offensive unterschiedliche Paarungen auflaufen zu lassen. Zudem spürte man nach Wiederanpfiff der Partie, dass die Hausherrinen konditionell mehr und mehr einbrachen. Düsseldorf agierte jetzt auch mit direkterem Spiel und schnelleren Zug zum Tor des Gegners, zudem gewöhnte man sich auch weiter an den springenden Spielball.In Spielminute 23:25 war es dann Stürmerin Jessica Trinks, die aus vollem Lauf aus halbrechter Position nach innen laufend eine Schlagschuss ausführte, der der Assenheimer Torfrau aus der Fanghand und am Körper vorbei doch noch ins Tor fiel, 1:2.Und Düsseldorf setzte direkt nach bereits in Spielminute 25:28 war es Captain Nadine Joisten, die auf Zuspiel von Jana Bagusat in einem regelrechten Gewusel vor dem Assenheimer Tor einen letzten Abpraller doch noch ins Netz einschieben konnte, 1:3 für Düsseldorf. Danach ging es einige Minuten ruhiger zu, bis Düsseldorf in der 33:50 Minute in Unterzahl geriet, die von Elena Unterlöhner, Maren Krämer und Kira Kanders gespielt wurde.

Nach einem sehenswerter Assenheimer Schlagschuss und dem daraus resultierenden „Lattentreffer“ kamen die Rams-Damen in Ballbesitz, bauten direkt nach vorn auf, Kira Kanders führte den Ball über die Hälfte des Platzes, um dann aus vollem Lauf mit einem Schlagschuss rechts am Tor vorbei die hintere Bande mit einer derartigen Wucht zu treffen, dass der Spielball links am Assenheimer Tor wieder hervorflog und die in „weiser Voraussicht“ (oder war es Berechnung: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel ?) mitlaufende Elena Unterlöhner konnte den Ball in die freie, linke, untere Ecke zum 1:4 in Düsseldorfer Unterzahl einschieben. Mit diesem Ergebnis ging es sodann in die zweite Drittelpause. Captain Joisten mahnte zu früherem und direktem Torabschluss, zu schnellerem und druckvollerem Passspiel in den Slot hinein, da die Hausherrinen doch spürbar ermüdet waren und nicht mehr in der Lage waren, weite Wege nach außen mitzugehen. Der Bully zum letzten Drittel wurde gewonnen, ein Zuspiel auf Jana Bagusat und nach nur 5 Sekunden stand es 1:5 für die Rams-Damen.

Das Spiel verlagerte sich nun fast ausschließlich in die Assenheimer Hälfte, die sich immer weiter nach hinten hineindrängen ließen und somit das komplette Düsseldorfer Team weiter in die Hälfte des Gegners zog; dadurch schalteten sich die Defensivspielerinnen immer mehr in die Düsseldorfer Angriffe ein, Düsseldorf spielte fast wie in Dauer-Überzahl. In Spielminute 45:02 war es dann Verteidigerin Susanne Schwedt, die den Ball von rechts kommend punktgenau auf die frei im Slot stehende Jana Bagusat zuspielte und Jana druckvoll den Spielball zum 1:6 unter die Querlatte schoss. Nur 46 Sekunden später, beim direkt folgenden Angriff, zog Verteidigerin Susanne Schwedt wieder von rechts kommend nach innen, den anschließenden Torschuss konnte Assenheims Goalie nur abprallen lassen und Stürmerin Jessica Trinks setzte konsequent nach und arbeitete den Ball ins Netz des Gegners zum 1:7. Die Assenheimerinnen wehrte sich kaum noch, sie waren spürbar ermüdet und spielten resignierend auf. So kamen die Düsseldorferinnen zu weiteren Torchancen, in Spielminute 47:29 war es dann Kira Riepe, die auf Zuspiel von Jana Bagusat aus der eigenen Spielhälfte heraus im weiteren Alleingang sehenswert und ballsicher durch die Assenheimer Linien kurvte und am Ende den roten Spielball im langen, rechten Toreck zum 1:8 versenkte. Ab Spielminute 49:28 mussten beide Teams gemeinsam in Unterzahl spielen, Kira Riepe, Susanne Schwedt und Jana Bagusat leisteten sich in der Defensivarbeit keinen Fehler, im Gegenteil, der Ball konnte rasch erobert werden, über Susanne Schwedts Aufbaupass in Spielminute 50:35 wurde der Spielball von Kira Riepe weiter nach vorn getragen und an die mustergültig in den freien Raum laufende Jana Bagusat abgespielt, die im weiteren Alleingang beherzt und nervenstark im oberen rechten Eck den Endstand von 1:9 herstellte.

Danach ließen es auch die Düsseldorferinnen ruhiger angehen und so endete die Partie mit diesem verdienten 1:9 Auswärtssieg, der zugleich am zweiten Düsseldorfer Spieltag aufgrund des besseren Torverhältnisses die Eroberung der Tabellenspitze in der 1.Damenliga markierte.Die Partie hat aber auch gezeigt, dass die Übermacht und Dominanz der Düsseldorfer Mannschaft aus den Jahren 2012 und 2013 geschrumpft ist. Die „Torfabrik“ Düsseldorf – die wird es in dieser Übermacht 2014 nicht geben. Ein Ausfall/Verletzung bzw. das „Kürzertreten“ von vier Stürmerinnen kann man nicht so rasch und so komplett kompensieren.Die Spiele der Düsseldorferinnen werden daher zukünftig noch mehr durch taktisch kluges Auftreten bestimmt sein; aus einer weiterhin stabilen Abwehr und einer lauffreudigen und individuell variablen Offensivabteilung dürften aber auch die Ramserinnen der Saison 2014 weiterhin in der Spitze der 1.Damenliga stehen, sowohl im Ligabetrieb, wie auch in den Scorerlisten, obwohl sich die „Last der Torerfolge“ in diesem Jahr – erfreulicherweise – ausgeglichener unter allen Spielerinnen darstellt und verteilt.Weiter geht es im Ligabetrieb mit dem Heimspiel am kommenden Sonntag, 6. April 2014, 12:00 Uhr in Niederheid gegen die Dragons Heilbronn.

Die Dragons aus Heilbronn waren 2013 die einzige Mannschaft, bei denen die Ramserinnen auswärts in Heilbronn in der regulären Spielzeit nicht über ein Unentschieden hinauskamen und am Ende im Penaltyschießen verloren, damit den einzigen Punktverlust in der Meisterschaftsrunde 2013 ausgerechnet beim damaligen Aufsteiger aus der 2.Damenliga hinnehmen mussten.

Torschützen / Assists:
09:33 Maren Krämer / Kira Kanders
23:25 Jessica Trinks / –
25:28 Nadine Joisten / Jana Bagusat
35:01 Elena Unterlöhner / Kira Kanders
40:05 Jana Bagusat / –
45:02 Jana Bagusat / Susanne Schwedt
45:48 Jessica Trinks / Susanne Schwedt
47:29 Kira Riepe / Jana Bagusat
50:35 Jana Bagusat / Kira Riepe

Autor: Thorsten Schwedt

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