Es ist geschafft. Die Crash Eagles Kaarst haben nach einem Jahr Abstinenz den Weg zurück in die erste Liga gefunden. Im absoluten Showdown am vergangenen Samstag besiegten die Kaarster vor heimischen Publikum die Salt City Boars aus Lüneburg 7:3 (2:0/3:1/2:2) und tauschten somit mit dem bisherigen Tabellenführer am letzten Spieltag der Saison die Plätze.S2870002

Die Crash Eagles Kaarst starteten furios in dieses Endspiel. Nach zwei guten Chancen und einem Pfostenschuss gleich zu Beginn der Partie erzwang der Gastgeber bereits nach 65 Sekunden das 1:0. Pascal Mackenstein staubte einen harten Schuss von Thimo Dietrich ab, den Gästetorwart Blanck nicht festhalten konnte. In den folgenden Minuten spielten die Eagles weiter druckvoll nach vorne und ließen den Gästen aus Lüneburg keinen Raum zur Entfaltung. Doch die Eagles beraubten sich selber der Feldüberlegenheit, da sie in der Folgezeit gleich dreimal auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Aber selbst eine 4:2 Überzahlsituation konnte Lüneburg nicht verwerten. Zu dicht stand die Kaarster Hintermannschaft, zu aggressiv wurde vorgecheckt. Die Schüsse, die den Weg Richtung Kaarster Gehäuse fanden, waren sichere Beute von Eagles Torwart Philipp Inger. Beinahe hätte Etienne Renkewitz in Unterzahl sogar die Führung ausgebaut, scheiterte mit seinem Solo jedoch an Blanck im Kasten der Gäste. Doch auch die Eagles konnten ihr erstes Powerplay nicht nutzen. Als beide Mannschaften nach einigen Minuten wieder komplett waren, gab es endlich wieder etwas Zählbares zu notieren. Pascal Mackenstein mit seinem zweiten Treffer netzte auf Vorlage von seinem Sturmpartner Thimo Dietrich zum 2:0 ein (18. Spielminute). Eine letzte Überzahlsituation zwei  Minuten vor Ende des 1.Drittels konnten die Gäste erneut nicht verwerten. Zu allem Überfluss kassierten diese mit dem Schlusspfiff noch eine Strafe, sodass Kaarst das zweite Drittel mit einem Powerplay beginnen durfte.

Zweitliga-Topscorer Thimo Dietrich ließ sich diese Gelegengheit nicht nehmen und markierte 39 Sekunden nach Wiederbeginn das 3:0 im zweiten Drittel. Analog zum ersten Drittel durften die Eagles in der Folgezeit wieder auf der Strafbank Platz nehmen. Doch erneut konnte Lüneburg diese Chancen nicht nutzen. Immer wieder scheiterten die Gäste an den Verteidigern der Eagles, oder fanden ihren Meister im Kaarster Schlussmann. Wesentlich effektiver gestaltete sich das Angriffsspiel der Hausherren. Nachdem Gabriel Hildebrandt mit einem satten Handgelenkschuss zur Hälfte der Spielzeit die Führung auf 4:0 ausbaute, wechselten die Keiler ihren Torwart. Doch der Schuss ging erst einmal nach Hinten los. Kapitän Marc Andrè Otten überwand gleich mit dem ersten Schuss den neuen Torwart im Gehäuse der Lüneburger. Es war das 5:0 in der 35. Spielminute. Die Eagles wähnten sich schon in sicheren Gefilden. Postwendend bestrafte der Lüneburger Fitzner die einsetzenden Nachlässigkeiten der Eagles mit einem strammen Schuss zum 5:1 Anschlusstreffer gegen Ende des zweiten Drittels.

Im Schlussabschnitt hatten die Gäste den besseren Start. Marc Friedrich verkürzte nach einem Querpass vor dem Tor zum 5:2. Lüneburg witterte Morgenluft. Doch Kaarst spielte von nun an routiniert die Zeit runter und engte die Wirkungskreise der Gäste weiter ein. Als Pascal Mackenstein sechs Minuten vor Spielende die vermeintliche Vorentscheidung zum 6:2 markierte, bäumten sich die Salzstadtkeiler ein letztes Mal auf und stellten nur dreißig Sekunden später den alten Abstand wieder her. Hungerecker schloss einen zügigen Angriff auf Vorlage von Fitzner zum 6:3 ab. Zu wenig, um dem Spiel ein Wende zu geben. Auch die Herausnahme des Torwarts brachte nicht die erhoffte Wirkung. Eine Minute vor Spielende sorgte Etienne Renkewitz mit einem Schuss ins verwaiste Lüneburger Gehäuse für den siebten Kaarster Treffer und den 7:3 Endstand.

Den Eagles gelingt somit nicht nur die Revanche für die bittere Niederlage aus dem Hinspiel, sondern auch der Weg zurück in die erste Liga. Durch aufopferungsvollen Kampf in der Defensive und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor gingen die Crash Eagles im entscheidenden Spiel als Sieger, und als Meister der 2.Bundesliga Nord vom Feld.

Inger (1. – 60. Minute), Rütten (n.e.) – Otten (1 Tor/0 Vorlagen), Geiß (0/0), A. Ehlert (0/0), C. Ehlert (0/0), Stein (0/0), Dietrich (1/3), Mackenstein (3/0), Boschewski (0/0), Lindner (0/0), Brünemann (0/1), Hildebrandt (1/0), Renkewitz (1/0), Frerix (0/0)

Strafen: Kaarst 60 – Lüneburg 32

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