Viel Grund zum Jubeln für den IHC Atting. Foto von Harry Schindler
Viel Grund zum Jubeln für den IHC Atting. Foto von Harry Schindler

(mb) Die Heimserie des IHC Atting hält weiter an: Am Sonntagnachmittag besiegten die Wölfe den hohen Favoriten und Meisterschaftsanwärter Köln Rheinos vor 400 begeisterten Fans mit 4:2 (2:1, 1:1, 1:0). Damit stehen nun schon zwölf Punkte auf dem Konto, die Wölfe kletterten wieder auf den achten Tabellenplatz und die Kölner verteilten nach dem Spiel auch noch Komplimente.

„Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft“, strahlte IHC-Trainer Jürgen Amann nach dem Spiel über das ganze Gesicht. „Sie hat 60 Minuten lang taktisch klug gespielt. Wir haben Köln mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Wir können uns auch bei unserem Goalie bedanken. Raphael Heitzer hat überragend gehalten. Endlich haben wir auch einmal gegen Köln gewonnen. Aber sie haben uns alles abverlang“

Nach einem 0:1-Rückstand durch ein Tor von Robin Weisheit (die Wölfe hatten unmittelbar zuvor eine Großchance vergebeb, drehten René Röthke  mit einem fulminanten Schlagschuss und Roman Schreyer noch im ersten Drittel die Partie. Im zweiten traf Christian Prasch zum 3:1 und Röthke scheiterte mit einem Penalty am Kölner Goalie. Die Gäste kamen in Überzahl durch Jannik Marke zum 2:3. Es war ein taktisches Spiel. „Das war phasenweise schon Hallenschach“, sagte Amann. „Kein Team wollte einen risikoreichen Pass spielen.“

Attings Goalie Raphael Heitzer parierte gegen die im letzten Drittel immer mehr und heftiger anrennenden Gäste Schuss um Schuss. Er schien seine Fanghand überall zu haben. Die Zeit verrann. Köln, dessen starke Einzelspieler zwar kaum zu bremsen oder vom Ball zu befreien waren, kamen zwar vors Tor, dort war aber immer Endstation bei einem IHC-Defender oder eben bei Heitzer. Auch das ansonsten so gefährliche Überzahl der Rheinos kam nicht zur Entfaltung.

Im Gegenteil: Sieben Minuten vor dem Ende kassierte Alexander Stupp nach einem Check gegen den Kopf an Fabian Hillmeier eine Fünf-Minuten-Strafe. Nun war Atting in Überzahl und Gäste-Goalie Marc Baumgarth, der zur Hälfte der Spielzeit eingewechselt worden war, stand nun im Mittelpunkt. Beinahe katzenartig in seinen Reflexen stand er Heitzer in nichts nach. Simon Bogner scheiterte an der kurzen Ecke, Fabian Hillmeiers Direktabnahme erwischte er noch mit der Stockhand, im Gegenzug war Heitzer bei einem Konter mit der Fanghand gegen David Weisheit da. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide.

Erst als Röthke in der 58. Minute antrat, vor dem Tor gestoppt wurde, aber im Fallen den Ball zu Simon Bogner passte, fiel das ersehnte 4:2. Röthke war sofort wieder in Position und Bogner sah den freien Mitspieler, der zum 4:2 einschoss. Noch einmal rannten die Kölner an, nahmen zwei Minuten vor dem Ende den Goalie vom Feld, trafen aber das Tor nicht mehr. Die starke Attinger Defensive ließ keinen Treffer mehr zu. „Das waren drei wichtige Punkte heute“, sagte Heitzer. „Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir Köln heute packen können.“

Atting: Heitzer – Tkocz, Bogner, Nissen, Prasch, Hillmeier, Bauer, Dünnbier, Hofmeister, Röthke, Mat. Rothhammer, Schreyer, Welter, Wolf;

Köln: Gerahn (ab 31. Baumgarth), D. Weisheit, Handrich, M. Bankewitz, Besner, Bury, Esser, Fonken, Kemmerling, Krause, Marke, Merkel, Stupp, R. Weisheit;
Tore: 0:1 (13:42) R. Weisheit (Esser), 1:1 (14:46) Röthke (Bogner), 2:1 (18:30) Schreyer (Bogner), 3:1 (23:27) Prasch (Dünnbier), 3:2 (26:03) Marke (Esser, 4-3), 4:2 (57:26) Röthke (Bogner);
Schiedsrichter: Amend (Abstatt), Weiß (Landau/Pfalz); Strafminuten: Atting: 13 + je 10 gegen Bogner und Schreyer, Köln: 18 + 10 gegen Kemmerling: Zuschauer: 400;

 

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