IHC Atting belegt nach Penalty-Krimi Rang vier bei deutscher Jugendmeisterschaft

Die Attinger Jugendmannschaft unmittelbar nach dem verlorenen Spiel um Platz drei. Foto: Werner Vilsmeier
Die Attinger Jugendmannschaft unmittelbar nach dem verlorenen Spiel um Platz drei. Foto: Werner Vilsmeier

(mb) Die Enttäuschung stand den Spielern des IHC Atting nach Turnierende (siehe Foto) zwar ins Gesicht geschrieben, auf der Heimfahrt waren diese aber schon wieder verflogen: „Platz vier bei der Deutschen – sauber Jungs“, schickte Kapitän Felix Früchtl via Facebook an die Daheimgebliebenen. Nur eine Winzigkeit bzw. einen erfolgreichen Penalty mehr, lagen sie vom Siegertreppchen bei der deutschen Meisterschaft in Wedemark-Mellendorf entfernt.
Im Spiel um Platz drei unterlagen sie dem Gastgeber Bissendorfer Panther mit 3:4 nach Penalty-Schießen. In der Vorrunde hatten sie gegen diesen Gegner noch mit 2:7 verloren. „Wir wollten unbedingt die Revanche“, sagt Coach Andreas Schmidhuber. „Aber wir haben das zweite Tor in der regulären Spielzeit einfach nicht gemacht. Und im Penalty-Schießen entschied dann das Glück. Jeder hätte das Spiel gewinnen können.“ Zweimal trafen die Attinger, dreimal die Gastgeber, die sich somit über Rang drei freuen konnten.

„Aber wir sind nicht enttäuscht, wir sind zufrieden“, erklärte der Coach. „Wenn man sieht, was man leisten muss, wenn man deutscher Meister werden will, ist unsere Leistung nicht stark genug einzuschätzen.“ Ungeschlagen und meist mit Kantersiegen im Vorfeld setzte sich am Ende NRW-Meister Crash Eagles Kaarst gegen NRW-Vizemeister Fireballs Sterkrade durch: „Es ist Wahnsinn, wie die spielen. Gegen die hätten wohl auch unsere Junioren keine Chance“, meinte der Attinger Coach. Im Halbfinale verlor man gegen die Kaarster mit 1:10, im letzten Spiel der Vorrunde gab es ein 0:5.

Ein besonderer Sieg aber brachte den IHC erst in jenes Halbfinale: Ein 4:3 gegen die Berlin Buffalos, das Siegtor war 20 Sekunden vor dem Ende gefallen. Zum zweiten Mal in Serie konnte damit bei einer Nachwuchsmeisterschaft ein Berliner Team besiegt werden. Im Vorjahr hatten dies die Schüler geschafft. „Wenn wir in unserem ersten Spiel gegen Sterkrade gewonnen hätten – wir waren 2:0 vorne – hätten wir im Halbfinale einen anderen Gegner gehabt“, sagt Schmidhuber. „Dann wäre vielleicht das Finale drin gewesen. Aber ich bin auch so sehr zufrieden mit meiner Mannschaft.“ Nico Kroschinski wurde als besondere Ehre ins All-Star-Team gewählt.

Die Ergebnisse mit Attinger Beteiligung: Atting – Sterkrade 2:3, Atting – Merdingen 4:2, Atting – Lüneburg 3:1, Bissendorf – Atting 7:2, Berlin – Atting 3:4, Atting – Kaarst 0:5; Halbfinale: Kaarst – Atting 10:1; Spiel um Platz drei: Bissendorf – Atting 4:3 n.P.

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