Mit einem 5:7-Erfolg im Gepäck kehrten die Zweitligaspieler der Deggendorf Pflanz am vergangenen Samstag aus Winnenden zurück.

Mit viel Zuversicht und Konzentration starteten die Pflanz in das wichtige Spiel, doch schon der erste Konter der Hausherren zeigte deren Gefährlichkeit. Ein Querpass, eine Direktabnahme und es stand 1:0. Die richtige Antwort hatte Alex Hutterer, der seine Torgefahr unter Beweis stellte und mit einem Schlagschuss in den Winkel den Ausgleich besorgte. Es entwickelte sich ein äußerst ausgeglichenes Match mit Chancen auf beiden Seiten. Die nächste nutzten wieder die Gastgeber nach knapp zehn Minuten zum 2:1. Die erste Sturmreihe der Deggendorfer um Hutterer und Stefan Bauer trat in der Folge aber energisch auf und konnte daher nach 17 Minuten zum 2:2-Pausenstand ausgleichen.

Im zweiten Abschnitt setzte sich die Ausgeglichenheit im Spiel fort. Was besonders auffiel war die mangelnde Ausbeute in Überzahl auf beiden Seiten, was Eher selten im Skaterhockey ist. So wurde dieses Spiel ausschließlich im Spiel vier gegen vier entschieden. Als die Gastgeber mit einem Doppelschlag durch bis zur 27. Spielminute mit 4:2 in Führung gingen nahm das Trainergespann um Martin Eckart und Rico Wohland eine Auszeit und mahnte die Spieler zu mehr Geduld und zum Festhalten am Game Plan. Eine Minute vor Drittelende hatte dann die zweite Sturmreihe ihren Auftritt. Der enorm starke und präsente Youngster Dominik Steer luchste einem Winnender Verteidiger den Ball ab, passte zu Daniel Schober und der tanzte den Goalie zum 3:4-Pausenstand aus. Zu Beginn des Schlussabschnittes konnte man zum Glück eine weitere Unterzahlsituation unbeschadet überstehen, nicht zuletzt auch dank eines wieder zu alter Form zurückfindenden Manuel Früchtl im Gehäuse, der das ganze Spiel über eine enorme Sicherheit ausstrahlte.

Man merkte den Gastgebern die nachlassenden Kräfte an und das bisher so ausgeglichene Spiel kippte nun vollends in eine Richtung. Eine Chance nach der anderen erarbeiteten sich die durchgehend mit drei Reihen agierenden Deggendorfer. In der 46. Minute hatte dann Rückkehrer Matthias Murr seinen Auftritt. Er lief „from coast to coast“ und erzielte mit einem satten Handgelenkschuss das 4:4. Trotz zahlreicher Großchancen musste man sich bis zu Minute 53 gedulden, ehe Stefan Bauer den gegnerischen Torwart auf den Boden zwang, einen Haken schlug und quer auf Sturmpartner Alex Hutterer legte, der seelenruhig zum viel umjubelten 5:4 Führungstreffer ins leere Tor einschob. Nun war die Moral der Gastgeber gebrochen. Daniel Schober im Nachsetzen und nochmals Murr nach feiner Vorarbeit von Schober erhöhten innerhalb von eineinhalb Minuten auf 4:7 und die Messe war trotz des 5:7- Anschlusses drei Minuten vor Spielende gelesen.

Somit stand für die Pflanz ein Sieg der Geduld und der besseren Physis, der im Abstiegskampf sehr wichtig ist. Die Rückkehr von Abwehrchef Murr bringt der Mannschaft auf und neben dem Spielfeld nochmal mehr Sicherheit und schön langsam entwickelt man eine Schlagkraft, mit der man in Richtung Tabellenmittelfeld schielen kann. Schon das nächste Wochenende bringt nun mit den Auswärtsspielen in Bockum (Samstag) und Crefeld (Sonntag) zwei weitere Spiele gegen direkte Mitkonkurrenten.

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