Das Jugend-Team der Skating Bears, welches letztes Jahr Deutscher Meister wurde, wollte am Wochenende beim Europa-Pokal-Turnier in Kaarst nach Europas Sternen greifen. Und haben sie dann auch getan. Im Finale bezwangen die Skating Bears die Zoran Falcons mit 6:3 und holten verdient den Europa-Pokal nach Krefeld.

Zunächst sah es für die Bears gar nicht so gut aus. Beim Auftaktspiel am Samstagmorgen waren sie wohl noch nicht so recht wach und unterlagen den Zoran Falcons mit 3:1. Auch in der zweiten Begegnung war das Krefelder Jugend-Team noch nicht wirklich in Kaarst angekommen. Gegen den Schweizer Meister Oensingen Roadrunners gab es beim 2:3 bereits die zweite Niederlage. Auch im dritten Spiel hatten die Bears anfangs Mühe, spielten gegen die Copenhagen All Stars zwar besser, trafen aber das Tor nicht. Das machten die All Stars besser und legten gleich zwei Tore vor. Die Skating Bears zeigte aber eine hervorragende Moral und konnten noch vor der Pause ausgleichen. Copenhagen war so geschockt, dass sie in der zweiten Hälfte nichts mehr zu Stande brachten und mit 7:2 untergingen. Jetzt waren die Bears warm gespielt und ließen den Utrecht Disaster im letzten Vorrundenspiel beim 6:1 nicht den Hauch einer Chance. Damit zogen die Skating Bears als Gruppendritter ins Viertelfinale ein.

Dort trafen sie auf den Zweiten der Gruppe B, kein geringerer als der Schweizer Vizemeister, SHC Rossemaison. Auch hier hatten die Skating Bears mit den schnellen und technisch versierten Schweizern ihre Mühe, die auch mit 1:0 in Führung gingen. Die Bears konnten kurz darauf ausgleichen. Als die Bären eine 5-Minuten-Strafe kassierten machte Rossemaison mächtig Druck und ging mit 2:1 in Führung. Die Führung der Schweizer konnte Krefeld aber kurz nach Ablauf der Strafe ausgleichen. Die Bears machten nun mächtig Druck und erzielten 20 Sekunden vor Spielende die 3:2 Führung. Rossemaison wollte noch den Ausgleich. Ein Fehlpass beendete alle Hoffnungen der Schweizer, denn Krefeld konnte mit einem Schlagschusshammer eine Sekunde vor dem Ende alles klar machen.

Im Halbfinale mussten die Skating Bears erneut gegen den Schweizer Meister Oensingen Roadrunners antreten. In wieder hatten die Bären so ihre Probleme. Ganz unglücklich viel das 0:1 für die Roadrunners. Als dann in der zehnten Minute die Schweizer aus dem Gewühl heraus das 0:2 erzielten, dachten viele Krefelder Fans schon „Das war´s“. Aber die Spieler des CSC zeigten erneut Charakter und verkürzten nur wenige Sekunden später auf 1:2. Als wenige Sekunden vor der Pause mit einem Schlagschuss der Ausgleich fiel, waren alle wieder zuversichtlicher. Die Bears machten nach der Pause gleich wieder mächtig Druck und gingen schnell mit 3:2 in Führung. Nun antwortet Oensingen mit wütenden Angriffen, hatte riesen Torchancen, verzweifelten aber am Krefelder Goalie. 20 Sekunden vor dem Ende nahmen die Roadrunners ihren Goalie für einen fünften Feldspieler vom Platz, ein Fehlpass besiegelte dann deren Schicksal. Krefeld machte per empty-net-goal mit dem 4:2 alles klar.

Nun ging es ins Finale gegen die Zoran Falcons aus Israel, die in ihrem Halbfinale den Gastgeber Crash Eagles Kaarst bewzingen konnten. Hier zeigten sich die Skating Bears trotz müder Beine recht spritzig und gingen nach drei Minuten mit 1:0 in Führung. Die Falcons kamen gegen die gut stehenden und bravourös kämpfenden Bears nicht so recht ins Spiel. Doch die Bears konnten im ersten Drittel ihre zahlreichen Chancen nicht zum Ausbau der Führung nutzen. Das gelang ihnen erst zu Beginn des zweiten Drittels, als sie noch in Unterzahl spielend zum Konter ansetzten und den israelischen Goalie zum 2:0 überwanden. Den ersten Fehler in der Defensive der Skating Bears nutzten die Falcons zum Anschlusstreffer. Nun kamen die Falcons besser ins Spiel, hatten nun mehr Chancen. Doch kurz vor der zweiten Pause hämmerten die Skating Bears den Ball von der Mittellinie in die israelischen Maschen, 3:1.

Im letzten Drittel sollte es noch einmal spannend werden. Mit einer krassen Fehlentscheidung brachten die Schiedsrichter die Falcons wieder ins Spiel zurück, als sie ein Inliner-Tor gaben. Die Bears reagierten ganz cool. Vier Minuten vor dem Ende lupften sie den Ball vor das Tor der Falcons, leiteten den Ball mit dem Fuß vors Tor, wo der zweite Stürmer nur noch zum 4:2 einschieben musste. Die Falcons kämpften aber aufopferungsvoll und kamen kurz darauf noch einmal ran, 4:3. Nun waren es die Skating Bears die ihrerseits aufopferungsvoll kämpften. Mit einem weiteren Schlagschuss von der Mittellinie brachten die Bears zwei Minuten vor dem Ende wieder etwas Ruhe in die Partie, 5:3.Nun hieß es eigentlich nur noch durchhalten, doch davon hielten die Bears gar nichts. Zwei schnelle Pässe Richtung Tor der Israelis und ein Schuss, 6:3 und noch 90 Sekunden. Die Partie war entschieden. Die Krefelder Fans zählten die letzten Sekunden runter und dann war Schluss. Riesen Jubel bei den Spielern und bei den Fans. Europa-Pokal-Sieg 2013 für die Skating Bears. Zum zweiten Mal nach 2007 holt die Jugend der Skating Bears den Europa-Cup nach Krefeld, wo nun Europas Sterne leuchten.

PM: Crefelder SC

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