Die Patriots wollen den Pokalerfolg in eigener Halle. Foto:RMP

Pokalhalbfinale IVA Rhein-Main Patriots – SV Uedesheim Chiefs am kommenden Samstag 19:00 Uhr Inlinehalle Patriots in Assenheim. Bisher größtes Skaterhockeyspiel der Vereinsgeschichte. Bundesligaduell der besonderen Art in der Vorschlussrunde des Deutschen Pokals. Trainerteam plant mit neuem alten Bekannten Philip Hammer. Auch Marco Kluin wieder im Team. „Werden alles daran setzen das Spiel zu gewinnen“. Am Sonntag geht’s in der Bundesliga nach Duisburg.

Am kommenden Samstag ist es soweit. Die Rhein-Main Patriots spielen im Halbfinale des Deutschen Skaterhockeypokals gegen die Uedesheim Chiefs. Ein Spiel der besonderen Art, befinden sich beide Mannschaften zum einen, wirft man einen Blick auf die Tabelle der 1. Bundesliga, absolut auf Augenhöhe, steht zum anderen mit Marcel Patejdl auch ein ex-Patriot im Trikot der Rheinländer. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass beide Bundesligisten in diesem Jahr jeweils ein Spiel für sich entscheiden konnten. Kurioserweise waren es jeweils die Auswärtsteams, die die Nase nach 60 Minuten vorne hatten.

Hat Uedesheim somit den Vorteil als Gast auf seiner Seite? Nein sagt Patric Pfannmüller, wir müssen zwar auf Ingo Schwarz und Tim May verzichten, ansonsten stehen uns aber alle Spieler zur Verfügung. Es wird ein ausgeglichener und heißer Pokalfight verspricht der Patriotscoach. Spannend und Heiß war es in den letzten Jahren zwischen den beiden Teams immer, ist man nach dem Aufstieg der Patriots 2010 in jedem Jahr zum Abschluss der Vorrunde Tabellennachbar gewesen. Auch die Spiele gegeneinander hatten schon immer einen gewissen Endspielcharakter. Wie zum Beispiel im Jahr 2011, wo man in der letzten Minute einen Rückstand noch in einen Sieg umwandeln konnte, und so in die Play Offs einzog. 2012 war es nicht minder spannend. In Uedesheim führten die Patriots nach 30 Minuten bereits 6:2, doch am Ende hieß es 7:7.

Das die Patriots mit breiter Brust in diese Begegnung gehen können liegt an den beiden letzten deutlichen Heimsiegen gegen Krefeld und Essen, wo man nach der bitteren Niederlage gegen eben diese Uedesheimer wieder Selbstvertrauen tanken konnte. Motiviert sind die Spieler um Torjäger Hannes Ressel zudem mehr als genug, will man zum einen die Liganiederlage vor drei Wochen vergessen machen, und zum anderen unbedingt im Finale am 21.09 in eigener Halle dabei sein. „Wir stehen im Halbfinale und unser Ziel war und ist das Finale und dafür wollen wir uns am Samstag zerreisen“, verspricht Pfannmüller.

Mit dem Britischen Nationalspieler Phil Hammer, der bereits in der letzten und vorletzten Saison das Trikot der Niddataler trug, will man zudem den Ausfall von Tim May kompensieren und für weitere Qualität im Patriotssturm sorgen. Das Phil Hammer ein Torjäger ist, zeigte auch die letzte WM, bei der der Liverpooler Toptorjäger der B-Gruppe wurde, und einen gehörigen Anteil am Aufstieg der Briten in die Beletage, der besten Acht Teams der Welt, beitrug. Auch im Trikot der Patriots wusste er in der Vergangenheit schon des Öfteren zu überzeugen, was den Verantwortlichen auch eine gewisse Planungssicherheit bietet. „Wir kennen Phil und wissen wie er spielt. Ebenso kennt er nahezu das komplette Team. Das macht eine Integration relativ problemlos. ER war unser Wunschspieler, und ich bin froh, dass die Verpflichtung geklappt hat, “ so Patric Pfannmüller. Dass das Trainerteam zudem auch wieder auf Nationalspieler Marco Kluin zurückgreifen kann macht die Situation zusätzlich komfortabel. „Marco ist einer der besten Defensivspieler im deutschen Skaterhockey, das zeigt auch seine Nominierung in die Nationalmannschaft. So einen Spieler kannst du nicht dauerhaft eins zu eins ersetzen. Dass er nach seiner Innenbandverletzung wieder dabei ist, ist für uns eine riesen Verstärkung, „der Trainer weiter.

Ein Spiel der besonderen Art also für das Team der Niddataler, kann man mit einem Sieg auch zugleich den größten Erfolg der noch kurzen Skaterhockeygeschichte des Vereines feiern.

Nur einen Tag später müssen die Patriots zum Nachholspiel nach Duisburg reisen. Wegen einer Hallenrenovierung der Stadt am eigentlichen Termin 04.08. musste das Spiel somit auf den aus Niddataler Sicht undankbaren Sonntag 16:00 Uhr gelegt werden. Doch auch hier wird Pfannmüller mit einer starken Truppe versuchen im zweiten Wettbewerb, nämlich der Meisterschaft wichtige Punkte im Kampf um die Play Off Plätze zu sammeln. Bei den aktuell etwas schwächelnden Duisburgern ist da, mit der möglichen Euphorie vom Vortag, der erste Sieg der Hessen in der Wedau möglich. Gewinnen die Patriots auch ihr zweites Spiel am kommenden Wochenende ist man mit dem jüngsten Team der Liga ganz nah dran, an der erfolgreichsten Skaterhockey-Saison der Vereinsgeschichte.

#RMP

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.