Die Skating Bears mussten sich im Kellerduell gegen Duisburg geschlagen geben. Foto: Raiko Gayk
Die Skating Bears mussten sich im Kellerduell gegen Duisburg geschlagen geben. Foto: Raiko Gayk

In einem ungewöhnlichen Kellerduell trafen am Sonntagabend die Skating Bears auf die Duisburg Ducks; ungewöhnlich, weil die Duisburg Ducks diese Situation in der 1. Bundesliga so nicht kennen. Der Druck war daher für die Ducks natürlich deutlich größer, denn sie wollten eigentlich Play-offs spielen. Die Bears mussten die Niederlage tags zuvor in Uedesheim verdauen, wo sie bei einem halben Dutzend Metalltreffern viel Pech hatten. Wenn diese dann mit den sieben Toren das Ziel ins Duisburger Tor fänden, könnte die Partie zu Gunsten der Bears ausgehen, aber dies ist natürlich rein spekulativ und Wunschdenken, denn die Ducks werden kämpfen bis zum Umfallen und das müssen die Bears auch. Daher wird es sicherlich eine kampfbetonte Begegnung mit vielen spielerischen Elementen geben.

Das Spiel ging gleich munter los, ging sofort hin und her. Einen Vorteil konnte sich in den ersten drei Minuten keines der beiden Teams erspielen, um so überraschender kam die 1:0 Führung für die Ducks in der vierten Minute Andreas Pfaff, der irgendwie aus dem Nichts viel. In der sechsten Minute gab es die erste Strafzeit im Spiel und die für die Ducks. Die Bears fackelten nicht lange und verkürzten durch einen platzierten Schlagschuss von Max Zillen von der rechten Seite, 1:1. Duisburg machte Druck, scheiterte aber zweimal an Marius Zimmermann, im Gegenzug netzte in der siebten Minute erneut Max Zillen von rechts für die Skating Bears ein. Duisburg antwortete mit wütenden Anfgriffen, Krefeld konterte. In der bis dahin äußerst fairen Partie bekamen die Ducks in der zehnten Minute ihre zweite Strafzeit. Die Bears zogen ein erneut überzeugendes Überzahlspiel auf, scheiterten nach wenigen Sekunden am Duisburger Pfosten, kamen auch noch zu weiteren gut Abschlüssen, die aber nichts Zählbares einbrachten. Bei einem Break scheiterten die Ducks ihrerseits am Pfosten. Danach ging es weiter hin und her, beide Goalies waren gut beschäftigt und parierten glänzend. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hektisch mit der Folge, dass die Skating Bears ihre erste Strafzeit bekamen.

So ging es dann mit einer Unterzahl von fast zwei Minuten für die Skating Bears ins zweite Drittel, die die Bears aber gut über die Zeit brachten und danach gleich zu drei guten Chancen kamen, die Rene Hippler gut parierte. In der 27. hatten die Bears Glück als die Ducks erneut den Pfosten trafen. Eine Minute später machten die Ducks es besser, als sie in Person von Sebastian Scheider unten links mit einem Schlagschuss zum Ausgleich kamen. Duisburg erhöhte nun den Druck, schnürte die Bears in der eigenen Hälfte ein. In der 32. Minute konnten sich die Bears aus der Duisburger Umklammerung befreien, die Bears spielten nun körperbetonter mit der Folge, dass je ein Spiel beider Teams in die Kühlbox mussten, viel Platz also für technisch versierte Spieler. Ein langer Ball von Sebastian Schneider vor das Krefelder Tor nutzte Dominik Thum mit einer geschickten Körpertäuschung zum 2:3 für die Gäste. Beim Gegenzug konnten die Ducks einen Bären nur mit einem Foul stoppen, was zu einer weiteren Strafe für die Ducks führte. Diesmal spielten die Bears das Powerplay ein wenig fahrig, kamen aber dennoch zu Torschüssen, die aber nichts einbrachten. In den letzten beiden Spielminuten des zweiten Drittels erhöhten die Bears den Druck. Bei einer Schussbewegung von Sebastian Schneider erwischte er Wasja Steinborn im Gesicht, was zu einer Platzwunde bei Steinborn führte und zu einer unglücklichen 5-minuten-Strafe gegen Schneider. Die Bears haben im zweiten Drittel etwas das Tempo aus dem Spiel genommen, was den Ducks mit ihrer ruhigen und sicheren Spielweise entgegenkam.

Das zweite Drittel begann nun mit einer langen Überzahl für die Bears. In der 21. Minute nutzten die Bears das Überzahlspiel erneut durch Max Zillen nach Vorlage von Dennis Wilson zum Ausgleich und noch weitere dreieinhalb Minuten Überzahl für die Bears. Duisburg versteckte sich aber nicht, fuhr gefährliche Konter, wenn ein Pass der Bears mal nicht sauber genug gespielt wurde. Die Bears kamen zu weiteren guten Abschlüssen, scheiterten aber an Rene Hippler im Duisburger Kasten. In der 27. Kassierten die Bears eine völlig unnötige 2-Minuten-Strafe, die die Ducks mit einem platzierten Schlagschuss in der 48. Minute von Sebastian Schneider durch alle hindurch zur erneuten Führung für die Ducks bestraften, 3:4. Irgendwie war die Luft raus aus der Nummer, die Ducks taten nur noch das nötigste, die Bears schienen dem Doppelspieltag Tribut zu zollen. Die Ducks nutzten dies in der 51. Minute durch ein Kontertor von Paul Fiedler zum 3:5 für die Gäste. In der 54. Minute mussten die beiden Protagonisten der 5-Minuten-Strafe diesmal beide für zwei Minuten in die Kühlbox, nachdem sie sich ein wenig in der Bande beharkt hatten. Kurz darauf musste ein weiterer Skating Bear auf die Strafbank. Die beiden verbliebenen Bären ackerten ohne Ende, um Schlimmeres zu verhindern. Und dann war auch die zweite Strafe ohne weiteres Gegentor. Die Bears waren nun bemüht, kamen aber nicht mehr recht in Schwung. In der 58. Minute nutzte Dominik Müller eine Nachschusschance zum entscheidenden 3:6 für die Gäste.

Insgesamt ein starker Auftritt beider Teams in einer fairen von den Referees sehr gut, ruhig und aufmerksam geleiteten Partie.

Zusammenfassung:
4. Min. 0:1 Pfaff
5. Min. 1:1 Zillen / Winkels Überzahl
7. Min. 1:2 Zillen
Je ein Pfostenschuss auf beiden Seiten
Sehr gutes ausgeglichenes Spiel im ersten Drittel

27. Min. 2:2 Schneider
35. Min. 2:3 Thum
40. Min. 5-Minuten-Strafe gegen Duisburg
Immer noch ausgeglichenes Spiel
Krefeld nimmt das Tempo raus, Duisburg nutzt dies mit der bekannt ruhigen und sicheren Spielweise zur Führung

41. Min. 3:3 Zillen
48. Min. 3:4 Schneider
51. Min. 3:5 Fiedler
58. Min. 3:6 D. Müller
Duisburg hatte im letzten Drittel mehr Glück und auch mehr Kraft, den Skating Bears steckte der Doppelspieltag in den Knochen. Insgesamt ein starker Auftritt beider Teams, die es beide mit dieser Leistung verdient haben in der 1. Bundesliga zu spielen.

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