Am Samstagabend zur Primetime mussten die Skating Bears in der 1. Bundesliga gegen den Top- Favoriten HC Köln West Rheinos antreten. Im Hinspiel konnten die Skating Bears die Rheinos in Bedrängnis bringen, unterlagen jedoch letztlich knapp mit 6:8.

Es gab von Beginn an kein Abtasten zwischen beiden Teams. Die erste gute Chance hatte der CSC, doch Köln erzielte in der dritten Minute durch Benjamin Handrich das 0:1. Direkt mit dem nächsten Angriff konnten die Skating Bears nach einem schönen Solo von Wasja Steinborn den Ausgleich erzielen. Ein toller Angriff der Bears über Florian Lintorf brachte in der vierten Minute das 2:1 für die Bears durch Michael Reinberg. Und die Skating Bears arbeiteten weiter. In der sechsten Minute spielte Daniel Schopp einen Musterpass auf Sebastian Busch, der den Kölner Goalie austanzte und auf 3:1 erhöhte. Köln nahm sofort eine Auszeit, um sich zu sammeln. In der achten Minute verhinderte der Pfosten das 4:1 durch Florian Lintorf. Köln hatte erheblich Mühe ins Spiel zu finden, obwohl sie früh attackierten. Ein weiterer Pfosten Schuss von Sebastian Busch rettete die Kölner erneut vor dem 4:1. Doch in der dreizehnten Minute waren sie nicht zu retten. Ein Traumpass von Florian Lintorf auf den freistehenden Daniel Schopp brachte das 4:1. Und mit dem nächsten Angriff erhöhten die Bears auf 5:1 durch Wasja Steinborn in der 14. Minute. Köln wechselte den Goalie. In der 15. Minute gab es die erste Strafzeit im Spiel und die gegen Krefeld. Und Überzahl ist eine Spezialität der Rheinos. Robin Weisheit legte nach 23 Sekunden auf Jannik Marke der ungehindert einnetzen konnte, nur noch 5:2. In der 18. Minute die nächste Strafe gegen Krefeld, doch diesmal standen die Bears besser und überstanden die Strafe schadlos. Und dann war Pause.

Köln kam deutlich aggressiver aus der Kabine, wollte nun mit robustem Körperspiel die Bears provozieren. Doch die Bears spielten ruhig weiter und ließen die Rheinos kaum zur Entfaltung kommen. In der 26. Minute ließ sich ein Rheino theatralisch fallen und Krefeld kassierte die dritte Strafe. Und auch diesmal überstanden die Bears die Strafzeit unbeschadet. Dann war etwas mehr Platz auf dem Feld, je ein Spieler beider Teams musste in die Kühlbox. Die Strafe war gerade vorbei, da brannte es im Kölner Torraum, ein Krefelder Spieler wurde erneut auf den Kölner Torhüter geschupst, es kam zu einer Rangelei, in die sich ein weiterer Krefelder einmischte, so mussten auf beiden Seiten je ein Spieler für 5 Minuten in die Kühlbox. Die erste drei gegen drei Situation hatten die Bears besser gestaltet, als die Gäste, hatten gute Einschussmöglichkeiten. Wie würde es nun über fünf Minuten aussehen, stellte sich die Frage. Kurz darauf musste ein weiterer Krefelder auf die Strafbank, zwei gegen drei. Diesmal trafen die Gäste aber zum 5:3. Und dann ging es weiter drei gegen drei. In der 36. Minute bekamen die Rheinos den Ball nicht vom Tor weg, Sebastian Müller nutzte die Situation und tunnelte zum 6:3, eine starke Antwort der Bears. Im Gegenzug eine ebenfalls undurchsichtige Szene, die in einer weiteren Strafe für die Skating Bears endete, wegen Spielverzögerung, obwohl die Gäste den Ball hatten und ihn spielen konnten!? Auch diese Überzahl konnte Köln nicht nutzen, dank eine starken Abwehrleistung und eines starken Rückhalts Marius Zimmermann zwischen den Krefelder Pfosten. So ging es mit 6:3 in die zweite Pause.

Und dann ging es in den letzten Spielabschnitt. Die Bears bemühten sich das Spiel zu ordnen und ruhig zu halten. Die Gäste bemühten sich ihrerseits Schwung ins Spiel zu bringen. Zunächst gelang den Bears ihre Taktik besser. Sie durften die Rheinos nur nicht spielen lassen. In der 44. Minute musste ein Kölner auf die Strafbank. Die Bears ließen den Ball gut laufen, kamen auch zu Chancen, Zählbares kam dabei aber nicht zustande. Köln wirkte irgendwie gehemmt. Als Max Zillen den Angriffsversuch der Rheinos mit einem Rückhandpass auf Sebastian Busch beendete, netzte dieser unhaltbar zum 7:3 ein. Im Gegenzug verkürzten die Gäste mit einem schönen Schlagschuss von Nicki Neutzer zum 7:4. Kurz darauf kassierte erneut ein Kölner eine Strafzeit. Chancen hatten die Bears diesmal satt, scheiterten aber am starken Gästegoalie. Im Gegenzug konnten die Rheinos gegen den starken Marius Zimmermann auch nichts ausrichten. Köln versuchte es nun mit Einzelaktionen und waren in der 52. Minute durch Robin Weisheit zum 7:5 erfolgreich. Krefeld verlegte sich aufs Kontern. Die Bears kämpften aufopferungsvoll gegen die stärker werdenden Rheinos und es waren noch lange vier Minuten zu spielen und immer wieder stand Marius Zimmermann goldrichtig im CSC-Tor, und noch zwei Minuten. Und dann wäre da beinahe die Entscheidung gewesen, der Ball lag auf der Line, doch kein Krefelder war zur Stelle. Im Gegenzug Gewühl vor dem Krefelder Tor, aber die Bären behielten die Übersicht, noch 67 Sekunden und das Kölner Tor ist leer. Das sPiel war in dieser Phase kaum an Spannung zu überbieten. Und dann fast das Empty-net-goal, aber ein Kölner Spieler fängt den Ball ab, noch dreißig Sekunden. Krefeld kämpft und dann war Schluss, 7:5 für die Skating Bears nach einer spielerisch und kämpferisch hervorragenden Mannschaftsleistung gegen Kölner , die die Bears nie richtig ins Spiel kommen ließen, ein verdienter Sieg für Krefeld. Das war ganz großes Kino, nein Skaterhockey, aber Filmreif! Gratulation zu diesem tollen Sieg. Thomas Spinnen zeigte sich begeistert, lobte den Teamgeist und den Zusammenhalt der Mannschaft.

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