Huskies setzen 500 Dauerkarten in zwei Tagen ab

Kassel huskiesKassel war, ist und bleibt eine Eishockeystadt. Seit gerade einmal zwei Tagen läuft der Dauerkartenvorverkauf bei den Kassel Huskies und schon ist eine Marke geknackt. Am heutigen Nachmittag war es Elena Aschenbrenner aus Fuldabrück, die sich als 500ster Fan dazu entschlossen hatte, ihre Dauerkarte zu verlängern. Sie darf sich über ein nagelneues Trikot der Kassel Huskies mit der Nummer 500 und ihrem Namen freuen.

Vollkommen zufrieden äußert sich KSE-Geschäftsführer Joe Gibbs über den Start des Dauerkartenverkaufs. „Ich hatte gehofft, dass uns die Fans treu bleiben, aber damit hätte ich nicht gerechnet. Wenn man bedenkt, dass wir bislang noch gar nicht mit dem freien Verkauf begonnen haben sondern dass es sich hierbei ausschließlich um Fans handelt, die ihre Dauerkarte von der letzten Saison verlängert haben, freut es mich umso mehr und es spornt uns alle an, noch mehr und härter zu arbeiten.“ Noch bis zum 25.08.2014 haben alle Dauerkarteninhaber der letzten Saison die Möglichkeit, für die neue Saison ein Vorkaufsrecht zu nutzen.

Ab dem 26.08.2014 haben dann auch alle anderen Fans die Möglichkeit, sich eine Dauerkarte zu sichern. Auch hier gilt es, schnell zu sein, denn wer sich bis zum 01.09.2014 für den Kauf einer Dauerkarte entscheidet, erhält noch einmal einen Extra-Rabatt.

Der Einzelticketverkauf für die Heimspiele der Huskies startet ebenfalls am 01.09.

Erste Kontingentstelle besetzt – Huskies verpflichten Dänemarks Nummer 1

Die Kassel Huskies haben ihre erster Kontingentstelle besetzt und dabei gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Aus der finnischen SM-Liga wechselt der dänische Nationaltorhüter Simon Nielsen an die Fulda.

Aus der finnischen SM-Liga wechselt der dänische Nationaltorhüter Simon Nielsen an die Fulda. Foto: Jonas Mikkelsen, hockeyfoto.dk
Aus der finnischen SM-Liga wechselt der dänische Nationaltorhüter Simon Nielsen an die Fulda. Foto: Jonas Mikkelsen, hockeyfoto.dk

Nielsen ist 27 Jahre alt und wurde im dänischen Herning geboren, wo er auch das Eishockeyspielen lernte und darüber hinaus auch seine ersten Meisterschaften feierte. Er entstammt einer echten Eishockeyfamilie, denn schon sein Vater war ein professioneller Eishockeyspieler, sein Bruder Frans ist seit acht Jahren Spieler der New York Islanders in der NHL und trägt dort das „A“ auf der Brust. Doch während sowohl Vater als auch Bruder als Stürmer aktiv waren, so hütet Simon seit das Tor, trotz einer für einen Torhüter doch beachtlichen Körpergröße von 188cm.

Sehen tun sich die beiden Brüder übrigens regelmäßig, denn beide spielen seit vielen Jahren gemeinsam für die dänische Nationalmannschaft, zunächst in den Jugendnationalmannschaften, seit 2004 gemeinsam in der A-Nationalmannschaft, in der Simon Nielsen mittlerweile zur festen Nr.1 gewachsen ist.

Einen gemeinsamen Auftritt legten die beiden Brüder auch während des NHL-Lockouts 2012/2013 für den finnischen Club Lukko Rauma hin.

Simon Nielsen ist mit seinen Teams mehrfacher dänischer Meister und Pokalsieger geworden, insbesondere im Nachwuchsbereich sammelte er eine Ehrung nach der anderen. In der letzten Saison erreichte er mit seinem Club Lukko Rauma die Bronze-Medaille in der finnischen SM-Liga. Zuvor war er oftmals wechselnd in der ersten dänischen sowie der ersten und zweiten finnischen Liga aktiv.

Außerhalb Skandinaviens sind die Huskies Nielsens erste Station in Europa.

Alexander Wessel

Huskies starten mit neuem Headcoach in die neue Saison

Rico Rossi übernimmt die Kassel Huskies. Foto:Diekmann
Rico Rossi übernimmt die Kassel Huskies. Foto:Diekmann

Eine lange Zeit mussten die Fans, Partner und Sponsoren der Kassel Huskies warten. Gern hätten die neuen Verantwortlichen der Kassel Huskies diese Wartezeit verkürzt, jedoch war dies aus bereits erörterten Gründen bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Am heutigen Tag jedoch war es dann soweit. In einer Pressekonferenz wurde vor über 20 anwesenden Medienvertreterinnen/-und Medienvertretern der neue Trainer der Kassel Huskies vorgestellt. Rico Rossi.

Der gerade 49 Jahre alt gewordene, sympathische Familienvater kann bereits auf eine weitreichende Erfahrung als Coach zurückblicken, denn er geht bereits in seine 20. Saison als Trainer. Schon als Spieler zeichneten ihn die Attribute Beständigkeit und Verlässlichkeit aus, er spielte seit der Collegezeit gerade einmal in drei unterschiedlichen Clubs.

Diese Kontinuität setzte er auch als Trainer fort. In 19-Trainerjahren stand Rossi gerade einmal bei sechs unterschiedlichen Clubs unter Vertrag, wobei den mit Abstand längsten Part die Heilbronner Falken ausmachten, für die er insgesamt zehn Saisons lang als Trainer und zuletzt als Sportlicher Leiter in der ESBG Bundesliga bzw. der DEL2 tätig war. Zuvor war er unter anderem als CO-Trainer der Adler Mannheim in der DEL sowie als Headcoach der Füchse Duisburg, des ESV Bayreuth sowie den HC Milano tätig, für die er zuvor als Spieler auf das Eis gegangen ist.

Joe Gibbs, Berater der Eheleute Kimm (Kasseler Sportstätten KG), zur ersten Neuverpflichtung der Saison:

„Ich habe mir die Entscheidung in der Trainerfrage sicher nicht leicht gemacht. Wir hatten wie schon gesagt mehrere Kandidaten, ich bin aber absolut überzeugt davon, dass Rico Rossi der richtige Mann für uns ist. Er verfügt über eine große Erfahrung, gerade auch in der 2. Liga und hat uns ein Konzept präsentiert, welches nahezu deckungsgleich mit unseren Vorstellungen ist. Beständigkeit, Verlässlichkeit und Erfolg. 

Das sind Attribute, die, wie schon gesagt, die Kassel Huskies in der Zukunft auszeichnen sollen. Wir wollen weg von der „Jahr zu Jahr“-Planung, wir wollen Beständigkeit, Vernunft und Verlässlichkeit in allen Bereichen, dafür stehen sowohl die Eheleute Kimm als auch ich und wir sind uns sicher, mit Rico Rossi, den ich schon seit langer Zeit kenne, den richtigen Mann an nserer Seite zu haben.“

Der neue Headcoach der Kassel Huskies sprüht indes vor Tatendrang: 

Rico Rossi :“ Ich freue mich auf meine neue Aufgabe hier in Kassel. Kassel ist eine verrückte Eishockeystadt, die Atmosphäre hier kenne ich aus meiner früheren Zeit. Ich hoffe, dass ich diese Atmosphäre nun auch in meinem Rücken spüren kann und wir zusammen die Liga rocken können. Ich danke Joe Gibbs und den Eheleuten Kimm für ihr Vertrauen und hoffe, dass ich dieses Vertrauen auch von den Sponsoren und den Fans bekomme. Versprechen kann ich Ihnen allen, dass wir keinen Husky, mich eingeschlossen, im Team haben werden, der nicht stolz sein wird, ein Husky zu sein und dafür alles, aber auch wirklich alles gibt. Die DEL2 wird kein Spaziergang werden, sie ist eine professionelle Liga, in der man hart arbeiten muss, um Erfolg zu haben. Wir brauchen dazu jeden Mann und jede Frau.“

In Bezug auf die verhältnismäßig späte Verpflichtung und somit aufgrund der genannten Umstände späten Vorbereitungsstart sagt Rossi: „Natürlich wäre es besser gewesen, schon etwas früher anzufangen, aber die Dinge sind so, wie sie nunmal sind. Ich kenne die Situation aus Heilbronn. Dort haben wir auch ganz neu angefangen und hatten wenig Zeit, es beunruhigt mich nicht.

Wenn ich es mir nicht zutrauen würde, mit Joe zusammen auch jetzt noch ein konkurrenzfähiges Team zusammenzustellen, dann hätte ich den Vertrag nicht unterzeichnet. Ich denke, dass ich die Liga ganz gut kenne und weiß, was bzw. wen wir brauchen. Es sind noch genug Spieler auf dem Markt. “

In Bezug auf seine Spielphilosophie sagt Rossi: „Die Fans werden hartes, schnelles Eishockey sehen, aber kein Hurra-Eishockey. Meine Mannschaft muss geschlossen nach vorn wie auch nach hinten arbeiten, es gibt keine getrennte Philosophie für Stürmer, Verteidiger und Goalies.“

Das Team der Kassel Huskies wird im August in Kassel eintreffen und nach den obligatorischen Medizinchecks alsbald ins Trainingslager aufbrechen. Geplant sind zwei, maximal drei Vorbereitungsheimspiele, weitere Vorbereitungsspiele sind in Planung.

In Bezug auf Spielerverpflichtungen äußerte sich Joe Gibbs wie folgt:

„Natürlich sind wir in Gesprächen mit Spielern und es gibt auch schon den einen oder anderen Vertrag, an die Öffentlichkeit gehen werden wir jedoch erst, wenn wir die Lizenz haben.“

Weiterhin ist eine Kooperation mit einem DEL-Club in Planung. So sagt Rico Rossi:“Ich arbeite gern mit jungen Spielern zusammen und kenne dieses Modell aus Heilbronn und Mannheim sehr gut. Ich rede aber nicht nur von jungen Spielern, die von außerhalb kommen, auch unsere Kasseler Eigengewächse sollen Step by Step an das Profieishockey herangeführt werden.“

Ein Kooperationspartner wurde noch nicht genannt.

Zum Start des Ticketverkaufs äußerte sich Joe Gibbs wie folgt: „ Auch hier laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, der Start des Ticketverkaufs wird umgehend nach Lizenzerteilung erfolgen. Wir haben alle Unterlagen eingereicht und sind absolut guter Dinge, dass wir die Lizenz erhalten werden. Aber wir sind auch so vernünftig, dass wir nicht von Dingen ausgehen, die wir noch nicht haben. Klar sind wir im Hintergrund sehr aktiv und arbeiten hart, aber wir bitten um Verständnis, dass wir erst dann an die Öffentlichkeit gehen werden, wenn Fakten geschaffen sind.“

Neben dem Aufbau einer neuer Organisationsstrukturen sowie der Kaderzusammenstellung liegt das Hauptaugenmerk der Verantwortlichen natürlich auch darauf, schnellstmöglich Gespräche mit den Sponsoren zu führen, sie zu informieren und natürlich auch davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, den Eishockeyspitzensport in Kassel zu unterstützen.

Auch hier kann Joe Gibbs bereits Erfolge vermitteln. Es gibt also derzeit viel zu tun bei den Blau-Weißen, die Verantwortlichen lassen aber keinen Zweifel daran, dass für alle Partner, Sponsoren, Gäste und natürlich die treuen Fans spätestens ab September ein sportlicher Leckerbissen warten wird.

#KasselHuskies

Huskies siegen in Freiburg

Kassel huskiesDie Kassel Huskies haben einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg in die DEL 2 getan und kehren mit drei wichtigen Punkten aus Freiburg zurück.

Durch den klaren Sieg über den VER Selb vom vergangenen Sonntag hatten sich die Blau-Weißen in die komfortable Situation gebracht, mit zwei Erfolgen über den EHC Freiburg den Aufstieg in die DEL 2 vorzeitig klar machen zu können. Während Huskies-Trainer Jürgen Rumrich auf sein bestes Team zurückgreifen konnte, musste Leos Sulak, Coach der Gastgeber, auf seinen tschechischen Center David Appel verzichten.

Vor stimmungsvoller Kulisse starteten die Schlittenhunde zunächst etwas nervös in die Partie, hatten dann aber durch Sven Valenti innerhalb weniger Sekunden drei gute Möglichkeiten auf den Führungstreffer. Doch die Scheibe wollte zunächst nicht über die Linie. Dafür bewahrheitete sich einmal mehr der in nahezu allen Sportarten, in denen es um Tore geht, bekannte Spruch: „Machste keinen, kriegste einen“. Michael Schmerda nutzte die erste Überzahlsituation für die Hausherren und überwand Kai Kristian in Überzahl zum 1:0.

Die Schlittenhunde zeigten sich von dem frühen Rückstand jedoch nicht lange beeindruckt und hatten in der Folge gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Vor allem Branislav Pohanka hätte quasi im Alleingang das Spiel ausgleichen können, scheiterte aber aus besten Positionen am starken Wölfe-Torhüter Christoph Mathis. Dieser vereitelte in der 13. Minute auch einen Unterzahlkonter von Manuel Klinge. Es schien kurzzeitig, als sei das EHC-Gehäuse wie vernagelt, doch die Huskies erzwangen ihr Glück. Auch für sie musste das erste Powerplay herhalten. Nachdem Mathis einen Heinrich-Schlenzer von der blauen Linie nicht festhalten konnte, stand Branislav Pohanka goldrichtig und markierte das hochverdiente 1:1.

Bis zur Pause hätte der EHC aufgrund zwei Stein-Fouls erneut in Front gehen können, Hauptschiedsrichter Sicorschi schickte den Abwehr-Recken folgerichttig mit 2+2 Strafminuten in die Kühlbox. Jedoch verteidigten die Huskies diese Unterzahlphase stark und ließen die Gastgeber nicht ins Verteidigungsdrittel kommen. Quasi mit der Schlusssirene sicherte Kai Kristian das 1:1 endgültig in die erste Pause, indem er stark per Pad-Save eine Wiecki-Großchance nach Schmerda-Solo vereitelte.

Die Huskies überstanden zu Beginn des Mittelabschnitts auch die Rest-Unterzahlphase und hatten direkt nach Ablauf der Strafe durch den über links durchgestarteten Kyle Doyle die erste Chance zur Führung, jedoch war es erneut Christoph Mathis, der mit einem Stockhandsave im langen Eck den nächsten Treffer verhinderte. Generell bekamen die Huskies das Spiel aber im zweiten Drittel immer besser unter Kontrolle und belohnten sich auch endlich auf der Anzeigentafel – in Überzahl wagte Austin Wycisk ein Solo gegen zwei Freiburger, ließ diese stehen und verlud auch Torhüter Christoph Mathis zum 1:2. Wenige Sekunden nach diesem Treffer hätte Artjom Kostyrev im Rebound sogar das 1:3 erzielen können, jedoch legte Mathis diesmal rechtzeitig den Handschuh auf den Puck.

Ohnehin hatten die Gastgeber es vor allem ihrem Torhüter zu verdanken, dass es nur mit einer knappen Huskies-Führung ins letzte Drittel ging. Zwei Minuten vor der Pause legte er eine sensationelle Parade gegen den völlig freien Tobias Schwab hin, der das freie Tor vor sich hatte und dieses per Direktschuss auch anvisierte – jedoch streckte Mathis seinen langen Arm samt Kelle Richtung Puck und verhinderte so das eigentlich sichere 1:3.

Auch zu Beginn des letzten Drittels standen die Huskies defensiv stark, ließen keine Großchancen der Gastgeber zu. Aber wie es so oft bei diesem wunderschönen Sport reicht ein Moment aus, um ein Spiel kippen zu lassen. Solch ein Moment fand in der 44. Spielminute statt, als die Scheibe Jakub Wiecki über Umwege vor die Füße fiel und dieser das Spiel per Sonntagsschuss zum 2:2 ausglich.

Der Spielverlauf war somit auf den Kopf gestellt und die Wölfe bekamen nach diesem Tor zum 2:2 sichtlich Oberwasser. Beindruckt und nervös zeigten sich die Huskies, jedoch gelang es mit Glück und Geschick, einen weiteren Nackenschlag zu verhindern.

In der Schlussphase schienen sich beide Teams zu belauern, keiner wollte ein unnötiges Risiko eingehen. So musste erneut eine Einzelaktion her, um die Schlittenhunde wieder in Führung zu bringen. Wie schon vor dem 1:2zog Austin Wycisk von Außen in den Torraum, wurde zunächst gestoppt, jedoch konnte Tobias Schwab diesmal den Rebound zum 2:3 im Torunterbringen. Grenzenloser Jubel bei den ca. 200 mitgereisten blau-weißen Fans, die mit ihrem Team nunmehr wieder auf der Siegerstraße waren, denn der sonst überwiegend sich auf Konter konzentrierende EHC musste nun selbst das Spiel machen, den Schlittenhunden kam dies entgegen, sie verteidigten clever und hielten den Puck weg von Kai Kristian.

Spannung brachte Gregor Stein dann dreieinhalb Minuten vor Schluss noch in die Partie, indem er den Puck auf die Tribüne beförderte. „Spielverzögerung“ lautete das richtige Urteil von Hauptschiedsrichter Sicorschi, die Huskies mussten ihre Führung somit nochmals in Unterzahl verteidigen. Eine gute Minute vor der Schlusssirene kam zusätzlich Hektik auf, als Wölfe-Stürmer Linsenmaier Alex Engel attackierte, mit 2+10 Minuten wegen unnötiger Härte vorzeitig Feierabend hatte und zeitgleich auch Austin Wycisk wegen Beinstellens auf die Strafbank musste. Zwar nahm EHC-Trainer Leos Sulak seinen Torhüter zu Gunsten eines fünften Feldspielers vom Eis, die Huskies verteidigten ihr Haus aber weiterhin klug.

15 Sekunden vor Ende sorgte dann Branislav Pohanka mit seinem 2:4 ins leere Tor für die endgültige Entscheidung und die Erlösung der Huskies-Fans.

Die Huskies fuhren somit einen unter dem Strich hochverdienten und ganz wichtigen Dreier bei der direkten Konkurrenz ein und wollen nunmehr am Ostersamstag (19:30 Uhr, Eissporthalle Kassel) im direkten Rückspiel gegen den EHC Freiburg vor heimischem Publikum den Aufstieg perfekt machen und ihrem Rivalen, den Löwen Frankfurt, in die DEL 2 folgen.

Die Wölfe Freiburg haben sich als erwartet schwerer Gegner präsentiert und einmal mehr unter Beweis gestellt, warum sie unter den Top vier der Qualifikationsrunde zu finden sind. Entsprechend rechnen die Huskies auch keinesfalls damit, dass das Rückspiel am kommenden Ostersamstag ein Selbstläufer wird. Aus diesem Grund hoffen die Huskies, dass ihre Fans die Eissporthalle von der ersten bis zur letzten Sekunde in ein Tollhaus verwandeln.

Sitzplätze sind bereits restlos ausverkauft, Stehplatztickets sind derzeit noch online sowie an der Abendkasse verfügbar.

#eck

Huskies legen Traumstart hin

Zum ersten Spiel in der Qualifikationsrunde zur DEL 2 begrüßten die Kassel Huskies am heutigen Abend den ESV Kaufbeuren in der Eissporthalle. Die Mannen von Ex-Huskycoach Uli Egen hatten zuvor ihre DEL 2 Playdown-Serie gegen die Heilbronner Falken in sieben Spielen verloren und dabei eine 3:0-Führung verspielt, während die Huskies bereits am vergangenen Sonntag ihre Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur DEL 2  perfekt gemacht hatten.  Psychologisch gesehen konnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein, dennoch gingen die Huskies als Außenseiter in die Partie.

Das Spiel begann rasant. Kaum eine Minute war gespielt, da prüfte Tobi Schwab Stefan Vajs im Tor der Allgäuer  zum ersten Mal und brachte die 3.882 Zuschauer in der Kasseler Eissporthalle hinter das Team. Doch auch der Zweitligist ließ mit Chancen nicht lange auf sich warten.

Hans Detsch und der Finne Matti Näätänen sorgten ihrerseits für die ersten Beschäftigungen Kai Kristians. Mit fortwährender Spieldauer übernahmen die Kaufbeurer mehr und mehr das Heft des Handelns in die Hand. Allen voran Christof Aßmer und Kapitän Michael Kreitl sorgten für reichlich Betrieb vor dem Kasseler Tor.

Doch in der 8. Minute war alle Gegenwehr vergebens. Einen Scheibenverlust der Huskies in der Offensive nutzte Kreitl blitzgescheit aus und schickte Maury Edwards zu einem zwei-auf-eins-Konter auf die Reise, der Kai Kristian keine Chance ließ. In dieser Phase gelangen den Huskies nur sporadische Entlastungsangriffe. Defensiv präsentierte man sich allerdings stabil. In der 15. Minute wurde es dann hektisch. Zuerst landete ein Schuss von Brad Snetsinger nur am Pfosten und wenige Sekunden später scheiterte Manuel Klinge an Vajs. Doch für den Aufreger des Drittels sorgte Hauptschiedsrichter Sven Fischer. Vor der Spielerbank der Huskies foulte der ESVK-Spieler Stephen Schultz Alex Heinrich per Stockschlag, was Huskies-Coach Jürgen Rumrich die Zornesröte ins Gesicht trieb. Laut fluchend und gestikulierend forderte er eine Strafe, die Pfeife von Fischer blieb allerdings stumm. So ging es mit einem knappen Rückstand von 0:1 in die erste Pause. Das zweite Drittel begann mit einer kalten Dusche für die Nordhessen. Kaum waren 23 Minuten absolviert, erhöhten die Bayern auf 0:2. Alexander Thiel hatte von der blauen Linie geschossen und Jakub Körner den Puck vor dem Tor unhaltbar durch Kristians Beine abgefälscht. Doch wer nun dachte die Huskies würden sich eingeschüchtert zurückziehen, der irrte! In der Folge erarbeiteten sich die Nordhessen eine ganze Reihe guter Möglichkeiten.

Wycisk Schuss in der 25. Minute zog knapp über die Latte und Doyle hatte in der 27. Minute im Slot gegen Vajs das Nachsehen. In der 28. Spielminute kam dann endlich die Erleichterung für die toll unterstützenden Fans in der Eishalle.

Artjom Kostyrev brach in einem Konter über den rechten Flügel an Freund und Feind vorbei, brachte den Puck auf das Kaufbeurer Gehäuse, Vajs ließ prallen und der mitgeeilte Tobias Schwab verwandelte sehenswert per Volleydirektabnahme zum Anschlusstreffer. Und diesen Schwung nahmen die Kasseler dankbar auf. In der 31. Spielminute arbeiteten Doyle, Snetsinger und Billich vor dem Tor und belohnten ihre „Maloche“ mit dem vielumjubelten Ausgleich! Die Kaufbeurer antworteten nun ihrerseits mit wütenden Angriffen auf Kristians Gehäuse.

So scheiterte Maximilian Hadraschek in der 34. Minute an einem sehenswerten Fanghandsave vom Kasseler Schlussmann. Doch auch die Huskies hatten noch die Möglichkeit auf Zählbares. Gregor Steins Hereingabe lenkte Kyle Doyle in der 35. Minute an den Pfosten. Die letzte Aktion des zweiten Drittels gehörte aber nochmal den Allgäuern.

Im Gewühl rettete Kai Kristian gegen mehrere Kaufbeurer das Unentschieden und sorgte für Jubel bei der Pausensirene.

Das letzte Drittel zeigte sich geprägt von Spannung. Beide Seiten lauerten auf Fehler der Gegenseite, doch in einer Partie auf tollem Niveau boten sich nur selten Gelegenheiten. In der 42. Minute scheiterte Glusanok an Vajs, in der 46. Minute vergab Jan Pantkowski. Beste Möglichkeit auf Seiten der Allgäuer gab es in der 47. Minute, doch Pfosten und Latte des Huskies Gehäuses hatten etwas dagegen  und bekamen in der nächsten Spielunterbrechung einen besonders herzlichen Klaps von Kai Kristian. Doch viel mehr Chancen  brachte der Zweitligist nicht mehr zustande. Auf der Gegenseite vergab Snetsinger in der 55. und 57. Minute aus bester Position. Und als sich schon fast alle Anwesenden mit dem Unentschieden abgefunden hatten, kam es wie es so häufig kommt im Eishockey. Zwei Minuten vor Spielende nahm ESV-Stürmer Stephen Schultz eine unnötige Strafe und bescherte den Huskies damit ein Überzahlspiel. Die Sekunden verrannen, die Uhr tickte gen Null, da brachte dreizehn Sekunden vor Schluss eine Energieleistung von Kyle Doyle, Tobias Schwab  und Brad Snetsinger die Entscheidung, und den Puck über die Linie! Wieder einer dieser unvergleichlichen Emotionsausbrüche, wie vergangenen Sonntag, als Sven Valenti den Puck ins Duisburger Gehäuse bugsiert hatte. Und  weil die Huskies auch in den restlichen dreizehn Sekunden nichts mehr anbrennen ließen, starteten sie mit einem vielumjubelten Bigpoint gegen einen der ganz großen Favoriten der Qualifikationsrunde.

Für die Huskies heißt es jetzt „nachlegen“! Diesen Sonntag geht die Reise nach Selb und am kommenden Wochenende folgt Hessenderby im Doppelpack. Freitag und Sonntag kreuzen Huskies und Löwen im ewig jungen Duell die Klingen.