Logo U20 WM WienWien. (MR) Nach dem Abstieg der U20 in der Vorsaison heißt heute das Ziel direkter Wiederaufstieg in die Top-Division! Wer sind hier die ärgsten Konkurrenten, die da ein ähnliches Ziel verfolgen?

Wenn ab Sonntag in der österreichischen Hauptstadt Wien die deutsche U20-Nationalmannschaft um 13 Uhr die diesjährige Weltmeisterschaft der Division I Gruppe A eröffnet, geht es zunächst einmal gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Gruppe: Die technisch und läuferisch gut ausgebildeten Kasachen treten hier als Aufsteiger auf; sie hatten im Vorjahr in Ungarn einen lockeren Durchmarsch auf das glatte Geläuf gelegt. Schon dieses Spiel wird sicher mehr als ein leichter Aufgalopp für das Team vom neuen Trainergespann der U20. Es folgen mit Italien und Österreich zwei Teams aus dem Mittelfeld dieser Division, aber gerade Österreich als Gastgeber wird sich hier keine Blöße geben wollen und getragen von möglicherweise viel heimischem Publikum sicher um jeden Zentimeter Eis und jede Scheibe kämpfen.

Das Augenmerk richtet sich allerdings vor allem auf die beiden Gegner der Spieltage vier und fünf, wenn die Schläger mit Lettland und Norwegen gekreuzt werden, die ebenso wie Deutschland getrost als „Fahrstuhlmannschaften“ bezeichnet werden können. So hatte Deutschland beim Turnier 2012 (zuhause in Garmisch-Partenkirchen) einen Durchmarsch von vier Siegen hingelegt und traf im letzten Spiel auf Norwegen – es war ein richtiges Endspiel, nach dem der Sieger das Ticket für die Top-Division in der Tasche hatte. Der Sieger hieß Deutschland und diese machten damit den letztmaligen Aufstieg perfekt. In jener Saison spielte Lettland erstklassig und konnte mit einem Overtimewin in der Relegation den Abstieg verhindern – hier wurde der Abstieg noch als weitere Gruppenrunde mit vier Teams ausgespielt.

Im folgenden Jahr 2013 konnte Norwegen um ein Jahr verspätet aufsteigen, und Lettland blieb in der Top-Division auch in der Relegationsrunde sieglos und stieg ab, während Deutschland immerhin einen Sieg einfahren konnte. Das war das erste Mal seit „Menschengedenken“, dass die deutsche U20 sich nach dem Aufstieg ein weiteres Jahr bei den ganz großen Teams halten konnte.

Zur WM 2014 in Malmö konnte Deutschland trotz eines Sieges gegen die Tschechen die Relegationsspiele nicht vermeiden, die erstmals als Playdowns in einer best-of-three Serie zwischen den jeweils Gruppenletzten ausgetragen wurden. Deutschland traf auf Norwegen und besiegte diese 2:1 nach Spielen. Lettland schaffte in der Division darunter nicht den sofortigen Wiederaufstieg und musste Dänemark den Vortritt lassen.

Bei der letztjährigen WM schließlich schloss Team Germany die Top-Division ohne einen einzigen Sieg, ja sogar punktlos ab und findet sich also nun nach 3 Jahren eine Klasse tiefer wieder. Und hier trifft man dann erneut auf Norwegen und Lettland, die bei ihrem Turnier nur 2. bzw. 3. wurden und den Weißrussen den Vortritt in die Top-Division lassen mussten.

Drei Fahrstuhlmannschaften, die alles daran setzen werden, an der richtigen Etage aus dem Paternoster zu springen!

Im einzigen Testspiel in der Vorbereitung auf dieses Turnier hat Deutschland einen Sieg gegen die Slowakei eingefahren, wobei hier Kapitän Andreas Eder die Gastgeber fast im Alleingang abgeschossen hat und an allen fünf deutschen Treffern beteiligt war. Es bleibt zu hoffen, dass er und seine Reihe dann im Turnierverlauf ebenso scoren bzw. auch die anderen Reihen Treffer produzieren können und werden!

Lasset die Spiele beginnen!

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