Um es vorweg zu nehmen: Es war ein ungewöhnlich sonniger Tag, eine ungewöhnliche Uhrzeit, ein ungewöhnlicher Spielort (Außenfläche) und ein ungewöhnliches Spiel, in dem die Löwen Frankfurt 1b den Ratinger Ice Aliens nach Overtime sowie Penaltyschiessen mit 5:6 (2:2; 2:0; 1:3, 0:1) unterlagen.

Aufgrund des Hinspiels, welches die Außerirdischen mit 11:1 deutlich für sich entschieden, hätte das Kräfteverhältnis für das Rückspiel in Frankfurt eigentlich geklärt sein müssen, auch wenn der Ratinger Kader auf vier wichtige Stammkräfte (Benjamin Musga, Marvin Moch, Jan Philipp Priebsch und Bastian Jakob) verzichten musste.

Die Spiel- und Konterstärke des mit drei Spielern der ersten Löwen-Mannschaft aufgestockten Amateurteams überraschte aber, denn im ersten Drittel glichen die Frankfurter die Führungstreffer der Ice Aliens, erzielt durch Benjamin Hanke (7. Minute) sowie Jan Nekvinda (13. Minute), innerhalb von Minuten wieder aus und waren ständig mit Kontern brandgefährlich. Im Mitteldrittel erspielten sich beide Teams gute Tormöglichkeiten, konnten aber, auch wegen der starken Torhüter im jeweiligen Tor, keinen Treffer für sich verbuchen. In der 32. Minute sowie in der 40. Minute gerieten die Aliens dann mit 2:4 schon fast vorentscheidend in Rückstand.

Das letzte Drittel begann sehr zerfahren und es schien nicht so, als ob Ratingen das Spiel noch drehen könne. Marc Hövelers Tor in der 46. Minute brachte dann doch wieder mehr Schwung und Tempo in die Ratinger Aktionen, aber genau in dieser Dauerangriffsphase der Außerirdischen fiel das niederschmetternde 5:3 (53. Minute) für die Gastgeber. Nur 10 Sekunden später stellte Pascal Behlau, mit einer schönen Einzelaktion, glücklicherweise den Anschluss wieder her und die Aliens mobilisierten, warfen jetzt alle Kräfte nach vorne und erzielten in der 58. Minute, erneut durch Pascal Behlau, den fast schon nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich – 5:5 endete die regulärer Spielzeit.

Nach einer torlosen Verlängerung ging das Spiel ins Penaltyschießen. In einem „Krimi“ über neun Runden sorgten ein herausragend parierender Goalie Marvin Haedelt sowie – endgültig – Benjamin Hanke für die Entscheidung zu Gunsten der Ratinger Ice Aliens.

Tore Frankfurt: Tim Ansink (2), Frederik Gradl (3)
Tore Ratingen: Benjamin Hanke, Jan Nekvinda, Marc Höveler, Pascal Behlau (2)
Strafen Frankfurt: 12 Min.
Strafen Ratingen: 12 Min.
Zuschauer: ca. 30
Schiedsrichter: M. Trottmann

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