Maximilian Franzreb hielt den Sieg für die DEB U20 fest © Detlef Ross
Maximilian Franzreb hielt den Sieg für die DEB U20 fest © Detlef Ross

Wien. (MR) Der zweite Spieltag der WM begann für Deutschland wieder mit dem Mittagsspiel, der heutige Gegner hieß Italien.

Mit etwas mehr Selbstvertrauen nach dem gestrigen Sieg spielte Deutschland zunächst munter auf, das Spiel im ersten Abschnitt spielte sich fast ausschließlich in der Angriffszone ab. Hinzu kamen drei Strafzeiten der Italiener, sodass die Statistik kaum nachkam mit den Torschüssen. In der 8. Spielminute konnte Italiens Goalie Hannes Treibenreif einen Schuss von Andreas Eder nicht festhalten, der Puck fiel ihm aus der hohen Fanghand – in den Rücken und über die Torlinie. Doch trotz einem ansehnlichen Powerplay und 24:2 Torschüssen ging es mit dieser knappen Führung in die Pause.

Nach überstandener eigener Unterzahl konnte Mayenschein gut nachsetzen und den zweiten DEB-Treffer erzielen. Wie auch im Startabschnitt gab es weiterhin viele Chancen, die von deutscher Seite leichtfertig vergeben wurden. Das rächte sich, als Lucas Koziol sich in der Angriffszone die Scheibe abnehmen ließ, der Gegner zog zügig seinerseits ins Angriffsdrittel und vor das Tor. Sein Schuss fand dann auch noch sein Ziel, und plötzlich war der Vorsprung wieder dahin. Deutschland ließ nicht nur weitere Chancen liegen, wobei man nicht von qualitativen Großchancen sprechen kann, sondern mit Fortdauer des Spiels auch die Konzentration schwinden.

So kamen im Schlussabschnitt nur noch 8 Torschüsse für das Team von Christian Künast auf den Bogen, während Italien jetzt öfter vor das Tor kam als in den beiden ersten Abschnitten zusammen. Es sollte aber kein Treffer mehr fallen, und so hat Deutschland mit erneut knappestem Vorsprung den zweiten 3-Punkte-Sieg eingefahren und liegt im Plan.

Lettland kann Spiel erst im furiosen Schlussabschnitt drehen

Wien. (MR) Lange Zeit sah es so aus, als würden die favorisierten Letten gegen Aufsteiger Kasachstan untergehen. Nach gut fünf Spielminuten hatten die Kasachen das erste Mal den Goalie überwunden, zur Mitte des ersten Drittels stand es bereits 2:0 für Kasachstan. Lettland schien völlig von der Rolle, hingegen Kasachstan konstruktiver und vor allem schneller – im Kopf und auf den Schuhen. Als Lettlands Filips Buncis in der 16. Spielminute mit Spieldauer vom Eis gestellt wurde, wollte man keinen Cent mehr auf den Favoriten wetten.

Auch im mittleren Abschnitt passierte bei 8:12 Torschüssen nichts für die Anzeigetafel. Man bereitete sich bereits auf die zweite Pause vor, als es doch noch im Kasten der Kasachen rappelte und Ponomarenko in Überzahl auf 1:2 verkürzen konnte. Das hatte Lettland wohl den benötigten Schub gegeben, denn sie kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Jetzt waren die Spielanteile genau anders herum, und aus 13 Torschüssen machten die Balten vier Treffer! Da auch Kasachstan nochmals erfolgreich war, stand am Ende ein 5:3 auf den Tableau – und die Letten halten sich ebenfalls alle Optionen für den Aufstieg offen!

kleine Sensation – Österreich schlägt Aufstiegsaspiranten Norwegen 4:3!

Wien. (MR) Damit wäre die erste Überraschung perfekt! Norwegen, vor der WM als stärkster Konkurrent Deutschlands um den Wiederaufstieg eingeschätzt, unterliegt Gastgeber Österreich.

Norwegen startete gleich mit viel Druck nach vorne und konnte bereits nach 115 Sekunden durch einen Schuss aus spitzem Winkel in Führung gehen. Diese hielt aber nicht lange, denn die Hausherren nutzten eine Quasi-Überzahl, als ein Norweger hinter dem eigenen Tor nach Bandenkontakt erst mal liegenblieb bzw. mühsam zur Bank humpelte. Das Spiel lief unterdessen weiter und in die andere Richtung, und nur 44 Sekunden nach der Führung war diese wieder nichtig. Als nur weitere zwei Minuten später die Österreicher nochmals erfolgreich waren, hatten sie das Momentum auf ihrer Seite, sie ließen Norwegen phasenweise überhaupt nicht zum Zug kommen. Nachdem die Wikinger dann aber doch den Ausgleich erzielt hatten (14. Min.), nahm ihr Coach etwas überraschend eine Auszeit. In Überzahl konnte Norwegens Kapitän Ludvig Hoff zum dritten Male einlochen, es war ebenfalls sein dritter Treffer im Turnier.

Im mittleren Abschnitt ging es hin und her, doch kein Treffer wollte fallen. Das passierte erst im Schlussabschnitt, Österreich konnte das Spiel zunächst ausgleichen (48.) und sieben Minuten später gar drehen. Norwegen warf nochmals alles nach vorne, nahm den Goalie zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis, doch es reichte nicht mehr. Österreich hat damit bereits einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, während Norwegen für die restlichen Spiele zum Siegen verdammt ist und auf Schützenhilfe hoffen muss, um weiter vom Aufstieg zu träumen.

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